Stormarn
Großhansdorf

Großhansdorf eröffnet seine sechste Kita

Bis zu 20 Kinder können in der Kita „NePoWe“ betreut werden. Der Bau kostete die Waldgemeinde 850.000 Euro

Großhansdorf. Die Waldgemeinde Großhansdorf hat seit Kurzem eine sechste Kindertagesstätte. Die Kita „NePoWe“ (Neuer Postweg 14) wird von Beate Wiese geleitet. Zwölf Kinder im Alter von eins bis drei werden dort betreut. „Damit reagiert die Gemeinde auf den seit zwei bis drei Jahren steigenden Zuzug vieler Eltern mit kleinen Kindern“, sagt Bürgermeister Janhinnerk Voß.

Um diese Familien zu entlasten, beschloss die Gemeindevertretung, eine neue Kita zu errichten. „Am 14. Juli begannen die Arbeiten für die Leitungen und am 12. August wurden die Wandelemente geliefert“, sagt Janhinnerk Voß. Die ersten Beschlüsse und Pläne gebe es bereits seit Februar 2013. Im vergangenen Jahr konnten sie aber noch nicht umgesetzt werden, die Kosten waren zu hoch.

„Es war sehr spannend zu sehen, wie im August die Wände geliefert und zusammen gesteckt wurden“, sagt Kita-Leiterin Beate Wiese. Die Politik entschied sich für die sogenannte Systembauweise, weil sie kostengünstiger als andere Varianten ist. Am Ende kostete der Bau der Kita nur 850.000 Euro und nicht, wie zunächst avisiert, 1,5 Millionen Euro. Außerdem lag der Bau im Zeitplan und wurde pünktlich am 31. Oktober beendet.

Beate Wiese denkt gerne an die gute Zusammenarbeit mit Karin Christiansen vom Amt für soziale Angelegenheiten und Schule zurück. „Ich wurde mit einbezogen und konnte die Kita nach meiner pädagogischen Sicht ausstatten“, so die Kita-Leiterin. Zu den Baukosten kamen noch einmal rund 80.000 Euro für das Inventar. „Das muss ja zu unseren pädagogischen Zielen passen“, sagt Beate Wiese. Und ergänzt: „Wir möchten, dass sich die Kinder selbstständig entwickeln. Das kann nur mit einer sinnvollen Ausstattung funktionieren.“ Die Gemeinde Großhansdorf und der Kreis Stormarn finanzierten den Bau und die Ausstattung.

Die zwölf Kinder in der Kita „NePoWe“ werden derzeit von sieben Erzieherinnen betreut. Das ist ausreichend – grundsätzlich werde es aber immer schwieriger, gute und qualifizierte Arbeitskräfte für diesen Bereich zu bekommen. Janhinnerk Voß: „Es wird sich teilweise auf Stellenausschreibungen nicht gemeldet.“ Beate Wiese ergänzt: „Man muss dazu sagen, dass Krippenpädagogik, wie wir sie anwenden, andere Inhalte hat als die in den Kindergärten.“, Sie biete jedoch am Anfang für jedes Team Fortbildungen an.

Insgesamt 20 Kinder können in der Kita betreut werden. „Im Moment gibt es zwei Gruppen, mit neun und drei Kindern“, sagt Beate Wiese. Jede Gruppe kann bzehn Kinder aufnehmen. Die Kita nimmt erst Kinder auf, die mindestens ein Jahr alt sind. Für die Plätze gibt es schon eine Warteliste.