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Markant stoppt den Baustart seines Trittauer Supermarkts

Am 1. Dezember hätte der Baubeginn für den neuen Markant-Supermarkt am Schützenplatz in Trittau sein sollen, doch statt der angekündigten Baumrodung auf dem zentral gelegenen Areal wird es erst einmal ein Pressegespräch am 5. Dezember geben, bei dem erklärt werden soll, warum der Baustart gestoppt worden ist.

Trittau. Auf die genaue Erklärung wird man bis dahin warten müssen, denn vorab gab es keine Stellungnahme von Markant dazu.

Man muss aber kein Prophet sein, um zu vermuten, dass der verzögerte Baubeginn mit einem Projekt in der Nachbarschaft zu tun hat. Die Rede ist vom örtlichen Edeka-Markt Süllau an der Schulstraße, der in eine bessere Lage umziehen und sich vergrößern möchte. Deshalb will der Kaufmann Günter Süllau an Stelle der alten Meierei, deren Grunstück er vor anderthalb Jahren erwarb, einen Supermarktneubau mit mehr als 2000 Quadratmeter Ladenfläche errichten – quasi gegenüber vom geplanten Markant-Markt, aber anders als der in der ersten Reihe.

Besonders pikant an dieser Konstellation sind die veränderten Verhältnisse im Gemeinderat, wo vor den letzten Wahlen 2013 mit SPD und Bürgergemeinschaft Trittau (BGT) die Befürworter der Markant-Bebauung die Mehrheit hatten, während nach der Wahl CDU und Grüne mit ihrer neuen Mehrheit für das Projekt von Edeka stimmten. In der Gemeinderatssitzung am 11. Dezember könnten weitere Weichen für das Edeka-Projekt gestellt werden, denn die Kommunalpolitiker werden über den Entwurfs- und Aufstellungsbeschluss abstimmen. Ein Schelm, wer denkt, dass das Markant-Pressegespräch in enger Beziehung zu dieser Entscheidung stehen könnte.

Die Bartels-Langeness-Handelsgesellschaft, zu der Markant gehört, hatte im Juni dem Abendblatt gesagt, dass trotz des Edeka-Projekts an den eigenen Plänen festgehalten werde. Der Markant-Markt könnte demzufolge noch vor Weihnachten 2015 eröffnen – vermutlich lange vor dem neuen Edeka. Hinter den Querelen steht auch die Frage, wie viele Vollsortimenter in Trittau gut nebeneinander existieren können und was das für den übrigen Einzelhandel in der Gemeinde bedeutet.