Stormarn
Bargteheide

Bildungsvereine arbeiten die Nazizeit in Stormarn auf

In Bargteheide geht es um Opfer und Täter sowie den Todesmarsch aus Neuengamme. In diesem Zusammenhang wird auch über die Errichtung eines Gedenkzeichens für den Marsch diskutiert.

Bargteheide. Die Bildungsvereine Polbix und Arandela laden Jugendliche und Erwachsene zur Podiumsveranstaltung „Geschichte konkret – Nationalsozialismus in Stormarn“ am Sonnabend, 6. Dezember, um 20 Uhr ins Ganztagszentrum Bargteheide (Am Markt 2) ein. In mehreren kurzen Beiträgen beleuchten die Referenten unterschiedliche Aspekte des Nationalsozialismus. Vorgestellt werden zum Beispiel konkrete Personen aus Bargteheide und Ahrensburg, die Gegner oder Opfer des Nationalsozialismus waren. Ein weiteres Thema ist der Todesmarsch aus Neuengamme durch Stormarn Ende April 1945. In diesem Zusammenhang wird über die Errichtung eines Gedenkzeichens für den Todesmarsch diskutiert.

Die Referenten sind Doris Volland vom Antirassistischen Bündnis Stormarn (Arabues), Winfried Kümpel-Jurgenowski vom Runden Tisch für Zivilcourage und Menschenrechte, gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus in Ahrensburg, Birgit und Fritz Gentzsch von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) in Bargteheide sowie Henning Fischer, Doktorand der Geschichtswissenschaften aus Berlin.

Die Veranstaltung ist Teil der Politiktage für Einsteiger, die am Wochenende 6. und 7. Dezember im Ganztagszentrum laufen. Das Projekt des Bildungsvereins Polbix, der in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig ist, und der Stormarner Jugendgruppe Arandela, die sich für die politische Bildung von Jugendlichen einsetzt, soll das kritische Nachdenken über Gesellschaft und Politik unter den Teilnehmern fördern.