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Nach Demo gegen Luxus-Radweg: Politiker lassen schmaler bauen

Am Ahrensburger Beimoorweg nur drei statt 4,25 Meter Breite

Ahrensburg. Die Mitglieder des Ahrensburger Bau- und Planungsausschusses haben mehrheitlich gegen den Ausbau des Geh- und Radwegs am Beimoorweg auf 4,25 Meter Breite gestimmt. Die Politiker der SPD, CDU und Wählergemeinschaft WAB beschlossen eine Breite von drei Metern. Die Verwaltung prüft nun, ob der Plan entsprechend geändert werden kann.

Ursprünglich war vorgesehen, dass der bisher 2,10 Meter breite Weg am Beimoorweg zwischen dem Alten Postweg und dem Kornkamp auf einer Länge von 210 Metern einen 2,25 Meter breiten Radweg und einen zwei Meter breiten Gehweg bekommt. 150.000 Euro hat die Verwaltung dafür eingeplant.

Anfang dieser Woche hatten Bürger und Politiker von der CDU und SPD an dem bereits ausgebauten Rad- und Gehweg am sogenannten Katzenbuckel in Ahrensburg-West protestiert (wir berichteten). Ihrer Ansicht nach ist der Weg mit 4,50 Metern zu breit und deshalb auch zu teuer. Seit Juni war der erste Teil des rund 800 Meter langen Wanderwegs, der parallel zum Waldemar-Bonsels-Weg verläuft, gepflastert worden. Der Abschnitt zwischen der Richard-Dehmel-Straße und der Gemeinschaftsschule am Wulfsdorfer Weg kostet 100.000 Euro, einen Zuschuss von 32.000 Euro bekommt die Stadt vom Projektträger Jülich (PTJ), der im Auftrag der öffentlichen Hand Vorhaben zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur fördert.

„Die Wege sind unverhältnismäßig breit und passen nicht in die Landschaft“, so fasst Hartmut Möller, SPD-Fraktionschef und Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses, die Mehrheitsmeinung zusammen.

Die Befürworter der neuen Radwege wollen an den Plänen festhalten. Jörg Hansen von den Grünen spricht über die derzeit zumeist schlechte Qualität der Wege und sagt: „Das Geld, das für den Ausbau der Radwege in Ahrensburg ausgegeben wird, ist im Gegensatz zu dem, was für den Autoverkehr ausgegeben wird, verschwindend gering.“ In diesem Sommer werden für rund 650.000 Euro neun Straßen in der Stadt ausgebessert.