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Stormarner Firmen wollen von Fehmarnbelttunnel profitieren

Unternehmer sehen bei neuem Treff in Glinde gute Chancen

Glinde. Willkommen im Club: Auch in Glinde gibt es jetzt ein Unternehmerfrühstück. Die aufstrebende 18.000-Einwohner-Stadt befindet sich damit in bester Gesellschaft: Ahrensburg, Bargteheide und Reinbek haben schon seit einigen Jahren die von der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) initiierte Form des Networking für Unternehmer.

Glinde hatte für sein erstes Unternehmerfrühstück einen kleinen Kreis von Vertretern der örtlichen Industrie zur Information und Diskussion ins Kaminzimmer seines Gutshauses eingeladen. Thema der Premiere waren die Fehmarnbeltquerung und die Chancen, die sich aus der neuen Verkehrsverbindung für die Region ergeben können.

Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck, skizzierte das Projekt Fehmarnbeltquerung. Baubeginn könnte schon 2015 sein, die Fertigstellung 2021. Klingt nach viel Zeit, doch eine wirtschaftlich starke Region wie Stormarn sollte sich rechtzeitig Gedanken machen, wie sie von der Entwicklung profitieren kann, um am Ende nicht nur Transitstrecke zu sein, sagte WAS-Geschäftsführer Norbert Leinius.

Intensive Kooperation mit Skandinavien sei das Gebot der Stunde, so Leinius. Dänemark etwa ist mit 14Prozent der Importe im Wert von 2,6Milliarden Euro Schleswig-Holsteins wichtigster Handelspartner – Importe aus China machen nur zwei Milliarden Euro aus. Außerdem ist Dänemark drittstärkster Export-Kunde schleswig-holsteinischer Unternehmen.

Glindes Bürgermeister Rainhard Zug und Stormarns Landrat Klaus Plöger waren sich mit Leinius und Schöning darüber einig, dass der Schlüssel zum Erfolg die Verkehrsplanung für das Hinterland sei. „Wir erkennen an, dass das Land den Weiterbau der A 20 forciert, doch das darf nicht bedeuten, dass die Entwicklung der A 21 mit einer östlichen Elbquerung zurückgestellt wird“, sagte Schöning.