Stormarn
Barsbüttel

Barsbüttel bietet den direkten Draht in die Verwaltung

Die Kommune ist die erste in Stormarn, die sich an der Service-Hotline 115 beteiligt

Barsbüttel. Durch alle Flure zu laufen, um im richtigen Zimmer die richtige Auskunft zu bekommen, macht keinen Spaß. Richtig ärgerlich wird es, wenn man feststellt, dass man ohnehin vor der falschen Tür steht, weil eine ganz andere Behörde zuständig ist. Damit ist jetzt Schluss. Ab 11. Mai wird die bundesweite Nummer 115 freigeschaltet. Motto: „Der direkte Draht in die Verwaltung.“ Barsbüttel ist mit dabei, als erste und bisher einzige Gemeinde in Stormarn. „Wir sind an das Service-Center Hamburg angeschlossen“, sagt Florian Bittner, Leiter des Fachbereiches Innerer Service. Und der wirkt nun auch nach außen. Vom Festnetz und unterwegs per Handy können die benötigten Informationen unter 115 abgefragt werden, montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr – und zwar kostenlos.

„Wir hatten schon vor drei Jahren überlegt, ob wir uns beteiligen wollen“, sagt Bittner. „Aber damals hätten wir pro Jahr 6000 Euro für diesen Service aufbringen müssen.“ Das war nicht nur Barsbüttel zu viel. Nun tragen Land und Bund die Kosten, und aus der Idee, die 2006 beim IT-Gipfel geboren wurde, ist nach einem zweijährigen Pilotbetrieb ein Regelbetrieb geworden.

340 Kommunen beteiligen sich zur Zeit. „Das hört sich wenig an“, sagt Oliver Voigt, der zuständige Sachbearbeiter in der Kieler Staatskanzlei. „Aber es handelt sich eher um ein Ballungsraum-Projekt in Städten wie Kiel oder Hamburg.“ Dennoch werde das Netz weiter aufgebaut. Auch eine Reihe weiterer Stormarner Kommunen haben schon Interesse bekundet.