Stormarn
Bad Oldesloe

Der Mann für alle Notfälle

Frank Wojciechowski wird zum 1. April neuer Chef der Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe

Bad Oldesloe. Die Integrierte Rettungsleitstelle Süd im Kreishaus in Bad Oldesloe bekommt einen neuen Leiter. Frank Wojciechowski übernimmt den Posten in der Dienststelle, in der alle 112-Notrufe aus den Kreisen Stormarn, Herzogtum Lauenburg und Ostholstein auflaufen, zum 1. April. Der 48 Jahre alte Feuerwehrbeamte, der derzeit noch als Fachlehrer an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee arbeitet, freut sich schon auf seine neue Arbeit in der Stormarner Kreisstadt – auch wenn er dafür viel pendeln muss.

Denn Wojciechowski wohnt in Tinningstedt bei Niebüll – und möchte dort auch mit seiner Lebensgefährtin bleiben. „Ich habe so viel Arbeit in das Haus gesteckt, in dem wir wohnen“, sagt der Beamte, der sich selbst als handwerklich sehr begabt beschreibt. Jeden Morgen und jeden Abend wird er die Strecke zwischen Stormarn und Nordfriesland allerdings nicht zurücklegen, das wäre dann doch ein bisschen weit. „Ich habe schon eine kleine Wohnung in Bad Segeberg gefunden, die dann mein Zweitwohnsitz wird“, sagt Frank Wojciechowski.

In der Oldesloer Kreisverwaltung wird er Chef von 33 Mitarbeitern in der Leitstelle und beim Katastrophenschutz sein. Seine künftigen Mitarbeiter sind für 650.000 Einwohner in den drei Kreisen zuständig. „Im Sommer sind es noch mehr, weil dann die Touristen dazukommen“, sagt Frank Wojciechowski, der die Notrufzentrale als einen modernen Dienstleister beschreibt: „Mein Ziel ist, dass wir sowohl für die Bürger als auch für die Feuerwehren und andere Organisationen ein kompetenter Ansprechpartner sind.“

Mit der Arbeit als Disponent ist der Wahl-Nordfriese vertraut. Bevor er 2007 an die Landesfeuerwehrschule in Schleswig-Holstein wechselte, war Wojciechowski Feuerwehrmann in Gütersloh gewesen. „Dort ist die Feuerwehr so organisiert, dass man zwischen Rettungsdienst, Feuerwehr und Leitstelle rotiert“, sagt er. Zu den Aufgaben des Vaters dreier Kinder im Alter von 17 bis 24 Jahren wird auch die Einführung des Digitalfunks bei Feuerwehr und beim Rettungsdienst gehören. Immer wieder wurde die in der Vergangenheit verschoben, doch in diesem Jahr soll nun die Umstellung erfolgen. „Ich habe schon gute Erfahrungen mit dem Digitalfunk gemacht und glaube, dass sie unsere Arbeit erleichtern wird“, sagt Wojciechowski.

In seiner Freizeit werkelt er nicht nur an seinem Haus, sondern ist Oldtimer-Liebhaber und baut ältere Fahrzeuge wieder auf. So müssen sich die Mitarbeiter der Kreisverwaltung auch nicht wundern, wenn plötzlich Wojciechowskis VW Iltis – der frühere Geländewagen der Bundeswehr – vor der Tür steht.