Stormarn
Trittau/Ahrensburg

„Sie sind ein Gewinn für unsere Gesellschaft“

Beim Jugendprojektpreis 2014 gab es bei der Preisverleihung in Trittau zwei Gewinner. Landtagspräsident Klaus Schlie kam und lobte das Engagement der Sieger, Nominierten und der Organisatoren

Trittau. Dem schleswig-holsteinischen Landtagspräsidenten Klaus Schlie (CDU) war eine Sache besonders wichtig: sich ausführlich zu bedanken. Dabei war es nicht Schlie, der im Trittauer Gymnasium ausgezeichnet wurde. Der Landtagsabgeordnete überreichte jeweils 1500 Euro an die beiden Gewinner des Jugendprojektpreises der Bürgerstiftung Region Ahrensburg. Wie berichtet, hatte die Jury aus sechs nominierten Projekten das Anti-Gewalt-Netzwerk Fair ist cool aus Bargteheide und die Handicap-Mannschaft des SV Eichede ausgewählt.

Schlies Dank galt den Gewinnern genauso wie allen Bewerbern sowie der Bürgerstiftung, die den Preis seit sechs Jahren an herausragende Jugendprojekte im Kreis Stormarn übergibt. „Ihre Zeit, Ihr Talent und die Hilfe, das sind echte Geschenke. Und Ihr Engagement, das ist gelebte Solidarität“, sagte Schlie zu den Teilnehmern. Dann fügte er noch hinzu: „Sie sind ein Gewinn für unsere Gesellschaft. Dafür danke ich Ihnen im Namen des Landtags.“

Warm wie die Worte des Schirmherrn Klaus Schlie war auch die Atmosphäre der Veranstaltung. Die Gastgeber vom Gymnasium Trittau unterhielten in den Redepausen die Besucher mit Musik. Schulleiter Edgar Schwenke reimte eine Begrüßung, sodass Michael Eckstein, Vorstand der Bürgerstiftung, nur die – wie er sagte – „einfache Aufgabe blieb, alle Besucher ganz herzlich willkommen zu heißen“.

Sechs Projekte kamen in diesem Jahr in die engere Wahl der Jury

Bevor schließlich die Handicap-Mannschaft und die Delegierten des Netzwerks Fair ist cool jubeln durften, stellten die Mitglieder der Jury alle Nominierten noch einmal vor, die es in die engere Auswahl geschafft hatten. Los ging es mit dem späteren Gewinnerprojekt Fair ist cool. 2007 hatten die Bargteheider Schulen, der Rotary Club und die Stadt das Netzwerk gegründet. Mittlerweile gehören auch die Polizei und private Mitglieder zu Fair ist cool dazu. Das Ziel der Gruppe ist es, unter anderem mit Kursen und Aktionen eine Atmosphäre von gegenseitiger Wertschätzung und Toleranz zu schaffen.

Ein ähnliches Thema haben die Medienscouts vom Gymnasium Trittau. Die Gymnasiasten informieren ihre Mitschüler über die Gefahren des Internets wie etwa Cybermobbing.

Handfester geht es bei dem zweiten Sieger, der Handicap-Mannschaft, zu. In Kooperation mit der Lebenshilfe Stormarn treffen sich wöchentlich bis zu 42 geistig und körperlich behinderte Fußballer beim SV Eichede zum Training.

Nominiert waren zudem die Klimaschützer vom Eckhorst-Gymnasium Bargteheide, die Fernsehredaktion REBtv von derselben Schule und die ManuFUNtory vom Bruno-Bröker-Haus Ahrensburg, ein Projekt für ein internationales Jugendtreffen im Kreis.

Mit der Auszeichnung hatten die Verantwortlichen beider Siegerprojekte nicht gerechnet. „Vor allem nicht, nachdem ich erfahren hatte, wer die anderen Bewerber sind“, sagte Nina Müller-Thomsen, Leiterin von Fair ist Cool.

Besonders groß war die Freute bei der Fußballmannschaft. „Mit dem Geldpreis ist unser Projekt für dieses Jahr erst mal gerettet“, sagte Lars Konietzko, der die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ehrenamtlich trainiert. Er freut sich aber auch über die Anerkennung, die der Preis mit sich bringt. „Vielleicht finden wir so auch Nachahmer.“

Das hoffen auch Michael Eckstein und seine Jurymitglieder. „Wir haben uns auch für die beiden Projekte entschieden, weil ihre Konzepte leicht übertragbar sind“, sagte Eckstein. Zudem erfüllten sie in herausragender Weise die übrigen Kriterien: Sie dienen der Kompetenzstärkung der Jugendlichen, seien funktionierende Kooperationen und zudem auch noch innovative Projekte.