Stormarn
Bargteheide

Heimspiel für Detlev Buck

Regisseur zeigt im Kleinen Theater Bargteheide „Bibi & Tina“ und beantwortet Zuschauerfragen

Bargteheide. Imke Jalaß, 18, aus Ammersbek und die Delingsdorferin Katharina Blaschkowski, 19, waren die Ersten: Bereits eineinhalb Stunden vor Beginn des Films standen die Freundinnen an der Eingangstür des Cinema Paradiso im Kleinen Theater in Bargteheide. Auch wenn das Wetter charmantere Optionen als einen Kinobesuch bot, diese Möglichkeit wollten sie sich nicht entgehen lassen: ein Treffen mit Regisseur Detlev Buck. Der 51-Jährige stellte seinen neuen Film „Bibi & Tina“ vor und stand danach den 180 Zuschauern, darunter viele Kinder mit ihren Eltern, Rede und Antwort.

„Ich habe von Buck diverse Filme geguckt, der ist schon cool“, sagte Imke Jalaß, die ihr frühes Erscheinen mit der Platzwahl begründete. Einen Sitz hinten in der Mitte hatte sie im Visier. Nun galt es also, den zu sichern.

Auch Olivia und Carlotta Schlie, beide 11, sind treue Bibi-Blocksberg-Fans. Die Zwillinge haben zwei Dutzend Hörspielkassetten und jede Menge CDs sowie Bücher der frechen Hexe. Bucks Kinder- und Jugendfilm „Hände weg von Mississippi“, darin wird der Kampf eines Mädchens um die Rettung ihres Pferdes erzählt, haben die Schwestern mit Begeisterung gesehen. Eine Frage an den Regisseur hat sich Carlotta bereits überlegt: „Ich möchte wissen, ob die Schauspieler vorher schon reiten konnten?“

Dass Buck, der nur wenige Kilometer entfernt in Nienwohld lebt, seine Filme persönlich im Kleinen Theater vorstellt, ist Tradition: „Bis auf eine Ausnahme habe ich das immer getan.“ Ohnehin möge er dieses Haus ganz besonders. Er sagt: „Solche Kinos sollten erhalten bleiben.“ Betreiber Hans-Peter Jansen und Buck kennen sich seit knapp zehn Jahren. Jansen über den Filmprofi: „Er gehört hier zum Haus wie der Schriftzug.“

Buck bestätigte, dass er „Bibi & Tina“ zuerst nicht finanziert bekommen habe und der Film mit Verspätung angelaufen sei. Bei der Ideensammlung seien viele Leute involviert gewesen. Buck: „Die Teammitglieder haben sich mit ihren Kindern ausgetauscht. Erlaubt war alles, nur durfte es nicht langweilig sein.“