Stormarn
Kommentar

Reinbeks Politik hat gelernt

Sie wollen sich keine Blöße mehr geben, die Reinbeker Kommunalpolitiker.

Der jahrelange Streit mit der Verwaltung um die Standortsuche für den Neubau einer Feuerwache hat bei vielen Bürgern den Eindruck erweckt, dass es einigen der Entscheider in erster Linie nicht um die Sache ging, sondern nur noch um persönliche Animositäten. Manche Betrachter meinen, die Politik hätte durch die teilweise unsachlich geführte Debatte einen Imageschaden erlitten.

Doch die Damen und Herren haben aus der Vergangenheit gelernt. Im Zuge des Baus eines Feuerwehrhauses auf dem Grandplatz am Mühlenredder soll für die TSV Reinbek ein Ausgleich geschaffen werden. Um größtmögliche Transparenz zu gewährleisten und jeglichen Streit schon im Keim zu ersticken, lädt die Politik alle Beteiligten an einen runden Tisch. Nach dem Motto mit- statt gegeneinander. Es ist der richtige Weg.

Dass sich die TSV Reinbek einen Kunstrasenplatz wünscht, ist verständlich. Und der Bau ergibt auch Sinn. Denn von derzeit drei Plätzen bleiben dem Verein nur zwei mit Naturrasen. Auf ihnen ist eine ganzjährige Bespielbarkeit ausgeschlossen. Diese garantiert der Kunstrasen – und im Vergleich zu jedem anderen Untergrund eine höhere Nutzung. Bei den Parteien heißt es, die Sporttreibenden dürften nicht leiden. Und die Voraussetzungen für eine zeitnahe Einigung könnten besser nicht sein: Verwaltung und Politik sind einem Kunstrasenplatz nicht abgeneigt, der Verein ist gesprächsbereit über eine Mitfinanzierung. Was den Zeitpunkt der Realisierung betrifft: Auch hier sollte ganz im Sinne der rund 460 TSV-Fußballer entschieden werden.