Stormarn
Ahrensburg

Nina Eggers ist die jüngste Chefin: Zukunft der Speeldeel gesichert

Die 28-Jährige übernimmt Leitung der Niederdeutschen Bühne

Ahrensburg. Die Nachfolge von Andrea Rühling ist geklärt, die Zukunft der Niederdeutschen Bühne Ahrensburg damit gesichert: Nina Eggers hat die Geschäfte übernommen – mit 28 Jahren die jüngste Chefin, die der 1935 gegründete Verein je gehabt hat. „Ich kann das noch gar nicht fassen. Das war eine spontane Entscheidung“, sagt die neue Frau an der Spitze der Stormarner Speeldeel, der während der Mitgliederversammlung allerdings zunächst gut zugeredet werden musste. Denn wie viel Arbeit mit der Aufgabe der Bühnenleiterin verbunden ist, hatte Andrea Rühling deutlich gemacht, die nicht wieder kandidierte (wir berichteten).

„Ich wollte den Verein nicht aufgeben“, sagt die frisch gewählte Vorsitzende. „Schließlich bin ich mit der Bühne aufgewachsen.“ Nina Eggers hatte vor rund zehn Jahren „Mimikri“ gegründet, die Nachwuchsgruppe der Speeldeel. Sie war auch schon Beisitzerin und Schatzmeisterin der Bühne. „Ich weiß also, wie der Vorstand tickt.“ Das helfe. Aber klar sei: An der Aufgabenverteilung müsse sich etwas ändern, damit die Arbeit als Vereinschefin zu schaffen sei.

Für die Vorgängerin Andrea Rühling war genau das ein Riesenproblem. Die Finanzbeamtin ist in ihrem Beruf stark gefordert. Rühling: „Auch wenn sich keine Nachfolgerin gefunden hätte, hätte ich das durchgezogen. Ich musste einen Schnitt machen. Die Arbeit geht vor. Das ist mein Broterwerb.“ Umso so mehr sei sie erleichtert, dass es mit der Nachfolge geklappt habe. „Nina hat die Power und wird sicher auch für neue Ideen sorgen“, sagt Rühling, die der Bühne jedoch als Schauspielerin und Regisseurin erhalten bleibt. „Ich werde das Weihnachtsmärchen inszenieren.“

Was für Nina Eggers als Nächstes ansteht, weiß sie noch nicht. Sie will sich erst einmal sortieren, denn als Sachbearbeiterin beim NDR mus auch sie das neue Amt für die Bühne mit ihrem Beruf in Einklang bringen. Ein Foto der Neuen und der Vorgängerin direkt nach der Wahl gibt es nicht. „Ich wollte das nicht. Ich war so verheult“, sagt Nina Eggers und lacht. „Es ist so eine große Ehre. Und dass so viele hinter mir stehen, ist mir zu Herzen gegangen.“

Weil sie nun dabei ist, ließ sich auch ihr Vater noch einmal überreden: Hans-Jochim Eggers bleibt für weitere zwei Jahre Schatzmeister.