Stormarn
Reinfeld

Geiselnehmer und Vergewaltiger muss erneut vor Gericht

Der Reinfelder soll seine minderjährige Stieftochter sexuell missbraucht haben

Reinfeld. Ein 33 Jahre alter Mann aus Reinfeld muss sich ab Mittwoch, 29. Januar, vor dem Lübecker Landgericht wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, in den Jahren 2009 bis 2011 seine minderjährige Stieftochter in mindestens drei Fällen missbraucht zu haben.

Der Angeklagte ist für die Ermittler kein Unbekannter. Derzeit verbüßt er eine Gefängnisstrafe wegen schwerer Vergewaltigung und Geiselnahme. Im März 2011 verging er sich an einer 18Jahre alten Angestellten in einer Reinfelder Videothek.

Der Reinfelder nahm die junge Frau an einem Dienstagabend in dem Geschäft als Geisel und vergewaltigte sie dort. Zuvor schloss er sich und sein Opfer in der Videothek ein. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei stürmte den Laden und befreite die Frau. Der Sexualstraftäter verbarrikadierte sich in dem Gebäude und musste mit Gewalt festgenommen werden. Ein Polizeihund kam zum Einsatz und biss dem Täter ins Bein. Nach seiner Behandlung wurde er zunächst in die psychiatrische Klinik nach Neustadt gebracht und auf seinen Geisteszustand untersucht.

Ein Gericht sprach den Mann im September 2011 wegen dieser Tat schuldig. Ein Revisionsantrag wurde vier Monate später im Januar 2012 abgelehnt. Seitdem verbüßt der Täter eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten.

Die drei jetzt angeklagten Taten liegen vor der Vergewaltigung und Geiselnahme in der Reinfelder Videothek. Für die Hauptverhandlung hat das Landgericht in Lübeck drei Tage vorgesehen. Es sollen neun Zeugen und ein Sachverständiger aussagen. Mit einem Urteil wird für Donnerstag, 13. Februar, gerechnet.