Stormarn
Barsbüttel

Gewerbegebiet wird zur Chefsache

Höffner-Boss Kurt Krieger verhandelt in Barsbüttel mit Bürgermeister Schreitmüller und der WAS

Barsbüttel. Die Verhandlungen stocken seit Monaten, sogar das Aus des ersten grenzübergreifenden Gewerbegebiets Schleswig-Holsteins und Hamburgs an der Autobahn 1 schien wahrscheinlich. Grund sind Probleme bei der Zuwegung auf Stormarner Seite: Das Gebiet – 15 Hektar auf Barsbütteler Seite und zwei im Bezirk Wandsbek – kann nur über das Grundstück von Möbel Höffner angefahren werden. Sein Einverständnis hat das Unternehmen mündlich zwar schon vor geraumer Zeit erklärt, doch schriftlich fixiert wurde bis heute nichts. Deswegen hat die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) die Frist für ein Vorkaufsrecht auf das Barsbütteler Areal im Dezember vergangenen Jahres auch verstreichen lassen. Jetzt kommt wieder Bewegung in die Sache: Kurt Krieger, 65, Inhaber des Möbelhauses, macht das Thema zur Chefsache. Er kommt am 6. Februar zu Verhandlungen ins Barsbütteler Rathaus.

Dort trifft er Bürgermeister Thomas Schreitmüller, WAS-Geschäftsführer Norbert Leinius und die Fraktionsvorsitzenden der Barsbütteler Parteien. Schreitmüller: „Für die Erschließung müssen wir Herrn Krieger mit ins Boot holen.“ Deshalb habe er den Mann, der Möbel verkauft und mit seinen Häusern Höffner, Walther, Kraft und Krieger hinter Primus Ikea auf Platz zwei in Deutschland rangiert, gebeten, Barsbüttel einen Besuch abzustatten. In den vergangenen Monaten war Höffner-Geschäftsführer Gunnar George, zuständig für die Expansion im Bereich Nord, erster Ansprechpartner für die Barsbütteler Verwaltung sowie die WAS.

Vor Kurzem hatte sich der Barsbütteler Verwaltungschef auch mit dem Eigentümer der Fläche getroffen. Dieser hatte das Angebot der WAS, die Frist für ein Vorkaufsrecht über Dezember 2013 hinaus zu verlängern, abgelehnt. Schreitmüller: „Jetzt hat er mir mitgeteilt, dass er grundsätzlich verkaufsbereit ist.“ Also alles eine Frage des Geldes? In der Vergangenheit hat die WAS für adäquate Flächen bis zu 22 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Das wird diesmal nicht reichen. Leinius: „Wir bewegen uns hier zwischen 25 und 30 Euro.“

Jetzt hofft der Geschäftsführer der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn, „dass wir den Knoten durchschlagen und die Gespräche mit Herrn Krieger zu einem positiven Abschluss führen“. Im Klartext: Sobald der Vertrag über die Zuwegung unterschrieben ist, wird die WAS die 15 Hektar Land kaufen. Um Krieger den Deal schmackhaft zu machen, wird Leinius dem Unternehmer eine gemeinsame Planung vorschlagen.