Ahrensburg

Stormarner seltener krank als andere im Land

Laut Gesundheitsreport der Barmer fehlen täglich 4,75 aller Beschäftigten in Schleswig-Holstein bei der Arbeit. Im Kreis sind es nur 4,11

Ahrensburg. Stormarner fehlen seltener bei der Arbeit als die Menschen in anderen Kreisen Schleswig-Holsteins. Das zeigt der Gesundheitsreport der Krankenkasse Barmer GEK für das Jahr 2012. In Stormarn waren im Durchschnitt an jedem Tag des Jahres 4,11 Prozent der Beschäftigten arbeitsunfähig, der Landesdurchschnitt für Schleswig-Holstein lag bei 4,75 Prozent.

Männer leiden im Alter häufig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Berücksichtigt wurden Erwerbspersonen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren, die bei der Krankenkasse im Auswertungszeitraum versichert waren. 2012 waren es in Schleswig-Holstein 150.753 Menschen, bundesweit etwa 3,6 Millionen.

Der Schwerpunkt des Gesundheitsreports liegt in diesem Jahr auf dem Thema Männergesundheit. Zwar gehen junge Männer durchschnittlich seltener zum Arzt und fehlen auch seltener als Frauen bei der Arbeit. Im Alter jedoch sind Männer häufiger und früher von schwerwiegenden Erkrankungen betroffen.

Der Gesundheitsreport zeigt, dass Männer gegen Ende ihres Arbeitslebens wesentlich häufiger wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausfallen. Im Alter zwischen 50 und 54 Jahren kommen in Schleswig-Holstein auf 100 Männer 136 krankheitsbedingte Fehltage in diesem Bereich. Bei Männern zwischen 60 und 64 sind es 346 Fehltage – mehr als das Zweieinhalbfache.

Risikofaktoren sind Bluthochdruck, Diabetes und Stoffwechselstörungen

„Und man muss davon ausgehen, dass die Kurve noch weiter nach oben geht. Nämlich dann, wenn auch die Erwerbstätigen, die älter als 65 Jahre sind, berücksichtigt werden“, sagt Wolfgang Klink von der Landesvertretung Schleswig-Holstein der Barmer GEK. Dies sei in diesem Gesundheitsreport noch nicht möglich gewesen, da die Gruppe zu klein sei. Das werde sich aber in den nächsten Jahren ändern.

Als Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Die Auswertung von Diagnosen aus der ambulanten ärztlichen Versorgung hat ergeben, dass von den männlichen Erwerbstätigen in den Altersgruppen 50 bis 64 Jahre in Schleswig-Holstein bei 38,8 Prozent ein zu hoher Blutdruck diagnostiziert wurde, bei 24,8 Prozent Fettstoffwechselstörungen und bei 10,7 Prozent Diabetes.

Etwa zehn Prozent der erfassten Personen waren von allen drei Risikofaktoren zusammen betroffen.