Bad Oldesloe

Umweltbehörde fordert Gutachten zum Autohof

Nach dem Gespräch zwischen Projektleitung und Verwaltung stehen die Zeichen auf Grün

Hammoor/Bad Oldesloe. Das Projekt Autohof in Hammoor hat eine entscheidende Hürde genommen. Norbert Leinius, Geschäftsführer der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn, sagt über das jüngste Gespräch mit Landrat Klaus Plöger, Fachplanern und Vertretern der Umweltbehörde: „Wir sind uns einig, dass der Autohof Hammoor wichtig für den Kreis, sogar für das Land und den Bund ist.“

Bevor die Bauanträge in Kiel gestellt werden können, muss allerdings noch ein Biologe das rund acht Hektar große Gebiet am Autobahnkreuz Bargteheide begutachten. Leinius: „Auf benachbarten Grünflächen leben Haselmäuse. Der Biologe soll untersuchen, ob sie auch auf dem Baugrundstück heimisch sind.“ Der Experte muss seine Arbeit noch vor Weihnachten abschließen, da der kleine, nachtaktive Nager ab diesem Zeitpunkt in den Winterschlaf geht. Im Frühjahr, so die Aufforderung der Umweltbehörde, muss dann noch untersucht werden, ob andere Tiere das Gebiet besiedeln, etwa Störche.

2015, so wünschen es sich Leinius und die Hamburger Investorengruppe, könnte der erste Spatenstich auf dem Areal an den Autobahnen 1 und 21 gesetzt werden. 2016 könnte dann der Autohof fertig und somit auch ein Anlaufpunkt für Lastwagenfahrer geschaffen sein. Wie berichtet, mangelt es wie im Kreis Stormarn auch bundesweit an Stellplätzen entlang der Autobahnen (etwa 95 sind es derzeit, 15 sind im Bau) für Lastwagen und ihre Fahrer. Deswegen weichen die Berufskraftfahrer oft auf die Gewerbegebiete in den Städten und Gemeinden aus, um ihre Ruhezeiten einzuhalten.