Bad Oldesloe

Jetzt gibt es Peer Richter auch live

| Lesedauer: 4 Minuten
Verena Künstner

Das 18 Jahre alte Gesangstalent aus Bad Oldesloe singt am Freitag bei „The Voice of Germany" in der Liveshow

Bad Oldesloe. „Schiss habe ich vor gar nichts.“ Peer Richter hört sich bei dem Telefoninterview, das wir mit ihm führen, wirklich entspannt an. Dabei hätte der 18 Jahre alte Oldesloer guten Grund, aufgeregt zu sein: Er hat es in die Liveshows von „The Voice of Germany" geschafft und wird an diesem Freitagabend vor einem Millionenpublikum auftreten. Die sogenannten Blind Auditions, der darauffolgende Battle und den Showdown, bei dem jeder Kandidat mit einem selbst gewählten Lied punkten konnte, hat Peer erfolgreich hinter sich gebracht. Überzeugen konnte er bei seinen Auftritten vor allem mit seiner ungekünstelten, zurückhaltenden Art und natürlich seiner Stimme, die sogar seinen Coach Max Herre schon zu Tränen rührte.

Seit Mittwoch vergangener Woche ist Peer nun in Berlin, dort wohnt er mit den anderen Kandidaten im Hotel und lebt schon jetzt das Leben eines berühmten Musikers: Studioaufnahmen wechseln sich mit Proben, Fotoshootings und Interviewterminen ab.

„Abends mache ich noch ein bisschen Sport im Fitnessraum des Hotels. Ein paar Minuten auf dem Laufband machen den Kopf wieder frei“, sagt Peer, der sich auf das Drängen seiner Schwester Nike bei der Castingshow beworben hat. Musik hat in seinem Leben zwar schon immer eine Rolle gespielt, aber dass der große Erfolg so früh schon zum Greifen nah ist, damit hätte der Abiturient nicht gerechnet. „Mein Ziel ist es, die Menschen mit dem, was ich mache, zu begeistern. Ich will meine Musik verbreiten.“ Bei der Liveshow wird Peer gegen zwei andere Kandidaten aus seinem Team antreten: den 22-jährigen Nico Gomez, Musikstudent aus Osnabrück, und die 30-jährige Jazz Akkar aus München.

Starke Gegner, die jeweils ihre ganz speziellen Vorzüge haben. „Jeder, der es bis hierhin geschafft hat, ist ein außergewöhnlich guter Sänger“, ist Peers Überzeugung. „Das macht das Niveau dieser Sendung aus. Es ist keine Schande, jetzt rauszufliegen.“ Doch natürlich hofft Peer, dass seine Zeit bei „The Voice" noch nicht so bald vorbei ist.

Abhängig ist das wie bisher von der Gunst des jeweiligen Coaches, der 20, 30 oder 50 Prozent seiner Stimme auf die drei Gesangstalente verteilen kann. Aber auch von den Zuschauern, die während der Liveshow per Telefonanruf für ihren Favoriten stimmen können. Das Zuschauervotum wird dann mit den Coach-Prozenten verrechnet. Wer die höchste Summe hat, kommt weiter, die anderen beiden Sänger scheiden aus.

Wichtig für einen guten Auftritt sei, dass er sich mit einem Lied sicher fühle, verrät Peer. Gemeinsam mit Max Herre hat er sich deshalb für Xavier Naidoos Ballade „Sie sieht mich nicht“ entschieden. „Den Song habe ich schon rauf und runter gehört. Mir war sofort klar, dass ich das singen will. Das Lied passt zu mir.“ Für seinen Auftritt am Freitag wünscht der Hobbyfußballer sich, dass viele seiner Freunde einschalten. „Ich singe für jeden Einzelnen, dem gefällt, was ich mache. Vielleicht guckt auch jemand, den ich gar nicht persönlich kenne, nur meinetwegen zu. Das wäre natürlich super.“

Davon ist auszugehen, denn nicht nur in Bad Oldesloe und Umgebung ist Peers Fangemeinde in den vergangenen Wochen gewachsen. Wie wichtig ihm gerade während dieser aufregenden Zeit das gute Verhältnis zu Freunden und Familie ist, beweist sein Glücksbringer, den er seit seinem ersten Auftritt immer bei sich trägt. „Es ist eine Kette mit ganz vielen kleinen Sachen dran, die Freunde mir geschenkt haben. Kurz vor dem Auftritt schaue ich mir jeden Anhänger an und rufe mir ins Gedächtnis, von wem ich ihn habe und was ich damit verbinde.“ Mit der getankten positiven Energie und nach einem kurzen Gebet geht er dann auf die Bühne. Das wird auch am Freitag so sein. Erfüllt die Kette ihren Zweck, wird Peer Richter im Halbfinale landen, das am 13. Dezember ausgestrahlt wird. Beim großen Finale am 20. Dezember wird sich dann entscheiden, wer in diesem Jahr „The Voice of Germany" wird. Für Peer wäre das die Erfüllung seines Traums: „Ich will Musik machen und eine gute Show abliefern. Ich bin bereit dafür!“

„The Voice of Germany", Freitag, 6.Dezember, um 20.15 Uhr bei SAT.1.

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