Bad Oldesloe

Oldesloer streiten um Eintrittspreise

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CDU fordert für das Travebad eine Erhöhung um 25 Prozent. Andere Parteien sind dagegen

Bad Oldesloe. 8,5 Millionen Euro hat die Sanierung des Schwimmbads in Bad Oldesloe gekostet. „Dann wissen doch die Bürger, dass der Eintritt teurer werden muss“, sagt Horst Möller (CDU). Hinzu komme, dass die Stadt vier Millionen Euro weniger Gewerbesteuer eingenommen habe als erwartet. Deswegen sollen nach Ansicht der Christdemokraten jetzt die Badegäste zur Kasse gebeten werden und beispielsweise statt vier Euro fünf Euro pro Besuch zahlen. Das bedeute pro Jahr Mehreinnahmen von 40.000 bis 50.000 Euro, schätzt die CDU.

Die anderen Fraktionen im Hauptausschuss sehen das anders und halten am alten Preissystem fest. Sie lehnten den Antrag der CDU ab. Stattdessen stimmten sie der Beschlussvorlage zu, die eine Arbeitsgruppe vorgelegt hat. Demnach sollen die Preise gleich bleiben. Nur Vereine und Schulen von außerhalb müssen tiefer in die Tasche greifen. Statt zehn Euro pro Bahn und Stunde zahlen sie künftig 30 Euro.

„Das ist auch in Ordnung“, sagt Björn Wahnfried (SPD). Schließlich habe auch Bad Oldesloe die Kosten für die Sanierung gezahlt und nicht die umliegenden Gemeinden, argumentiert der Politiker. Für normale Badegäste solle sich aber nichts ändern. „Wir wollen das Bad weiter attraktiv halten“, so Wahnfried. Streit gab es in der Hauptausschusssitzung indes über das Vorgehen der CDU. „Wir haben eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit diesem Thema beschäftigt hat. Wieso hat die CDU nicht dort den Vorschlag eingebracht“, sagt Björn Wahnfried.

Trotzt des Streits unter den Fraktionen sieht Horst Möller die Lage ganz entspannt. „Die Preise gelten bis Ende 2014. Danach wird es auf jeden Fall eine Erhöhung geben“, so der CDU-Politiker. Die Arbeitsgruppe werde erneut ein Preissystem erarbeiten müssen, das sie im kommendem Jahr dem Hauptausschuss vorstellen werde.

Wann das Travebad eröffnet, ist indes noch unklar (wir berichteten). Die Stadtwerke hoffen, im Dezember die letzen Arbeiten abschließen zu können. Ursprünglich sollte das Hallenbad im Sommer 2012, ein Jahr nach Start der Sanierungen wieder eröffnen.

( (dob) )

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