Barsbüttel

Phosphorsäure ausgelaufen – Autobahn 1 nach Lkw-Unfall stundenlang voll gesperrt

Ein schwerer Unfall auf der Autobahn 1 bei Barsbüttel hat am Montag Polizei und Feuerwehr sowie Experten für Gefahrgut in Atem gehalten.

Barsbüttel. Ein Mensch wurde schwer verletzt, Phosphorsäure lief aus. Die Spuren in Richtung Hamburg wurden ab Barsbüttel komplett gesperrt, es gab kilometerlange Staus. Die Arbeiten dauerten bis in die späten Abendstunden.

Der Unfall passierte gegen 12.45Uhr. Der 43 Jahre alte Fahrer eines deutschen Sattelzugs fuhr auf einen Lastwagen aus Finnland auf, der Farben, Lacke, Lösungsmittel und Phosphorsäure geladen hatte. Der 43-Jährige wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Sattelzuges aus Finnland, ein 51 Jahre alter Este, blieb unverletzt.

„Es sind sieben Kilo Phosphorsäure ausgelaufen, außerdem Farben. Mehrere Hundert Meter Autobahn sind verunreinigt worden“, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Bad Oldesloe. Der Löschzug Gefahrgut des Kreises Stormarn kümmerte sich um die Beseitigung der Stoffe, im Bereich der Autobahn wurde Erdreich ausgekoffert. Die Freiwillige Feuerwehr Barsbüttel war mit 60 Leuten vor Ort. Sie kümmerten sich darum, die stark zerstörten Lastwagen zu entladen und die Ladung zu sichern, mit dem Abtransport wurde eine Spezialfirma beauftragt. Neben der Polizei waren auch Mitarbeiter des Umweltamtes Stormarn vor Ort. Der Sachschaden liegt nach einer ersten Schätzung im sechsstelligen Bereich.