Ammersbek

Ammersbeker FDP-Chef tritt nach Streit mit Fraktion zurück

Rolf Finkbeiner wird Alleingang vorgeworfen. Nachfolger gesucht

Ammersbek. Rolf Finkbeiner hat seinen Posten als Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Ammersbek niedergelegt. In einer Presseerklärung schreibt Finkbeiner, dazu habe ihn die Abberufung als bürgerliches Mitglied des Finanzausschusses durch die FDP-Fraktion veranlasst. Als Grund für die Abberufung sei ihm sein Auskunftsersuchen nach dem wirtschaftlichen Ergebnis aus der Verpachtung der Gaststätte „Pferdestall“ genannt worden. Dies sei „als nicht hinnehmbarer Alleingang“ bewertet worden. „Ich glaube nicht, dass diese Nebensächlichkeit wirklich der Grund ist“, sagt Finkbeiner weiter. Er werde in Ammersbek nicht mehr für die FDP tätig sein, wohl aber im Stormarner Parteivorstand. Dort ist er für Europafragen zuständig.

„Ich bedauere die Entscheidung sehr“, sagt die Fraktionsvorsitzende der Ammersbeker Liberalen, Gabriela Späte. „Die Fraktion wollte nur, dass er künftig als stellvertretendes Mitglied des Finanzausschusses agiert.“ Späte räumte aber ein, es habe „sehr viele Unstimmigkeiten“ zwischen Finkbeiner und der Fraktion gegeben. Der 61-Jährige habe oft Dinge an der Fraktion vorbei entschieden.

Späte führt als stellvertretende Vorsitzende den Ortsverband bis zur Wahl eines Nachfolgers auf der Mitgliederversammlung im Dezember. Späte: „Bislang gibt es drei Interessenten für den Posten, nominiert ist aber noch keiner von ihnen.“ Späte selbst bekundet, dass sie das Amt nicht anstrebe, da Fraktions- und Ortsverbandsvorsitz von verschiedenen Personen ausgeübt werden sollten. „Sollte sich aber kein anderer Nachfolger finden, wäre ich bereit, das Amt auch zu übernehmen.“

Übrigens: Laut Finkbeiner ergab die Anfrage, dass Ammersbek jährlich ein Minus von 11.200 Euro infolge der Verpachtung verbucht.

( (mats) )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Stormarn