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Wann ist eine Koalition denn wirklich richtig groß?

Sicherlich habt ihr von den Verhandlungen in Berlin zwischen den Parteien CDU, CSU und der SPD gehört. Die Vertreter der Parteien prüfen gerade, ob sie Deutschland gemeinsam regieren wollen.

Ahrensburg. Sicherlich habt ihr von den Verhandlungen in Berlin zwischen den Parteien CDU, CSU und der SPD gehört. Die Vertreter der Parteien prüfen gerade, ob sie Deutschland gemeinsam regieren wollen. Das nennt sich Koalitionsverhandlungen.

Aber was ist eine Koalition? Bei der letzten Bundestagswahl erhielten die CDU und ihre Schwesterpartei CSU aus Bayern zwar die meisten Stimmen. Aber es waren zu wenig für eine sogenannte absolute Mehrheit im Bundestag. Absolute Mehrheit bedeutet: Mehr als die Hälfte aller Männer und Frauen vertreten dieselbe Meinung. Das ist wichtig, um eine Abstimmung zu gewinnen. Zum Beispiel darüber, wer künftig Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin sein soll. CDU und CSU brauchen also einen Partner, der mit ihnen gemeinsam abstimmt. So eine Partnerschaft nennen die Politiker Koalition.

Häufig besteht eine Koalition aus einer Partei, die viele Stimmen bekommen hat, und einer, die viel weniger Stimmen bekommen hat. So war es bisher bei der letzten Regierung zwischen der CDU/CSU und der FDP. Die FDP ist aber nicht im neuen Bundestag. Die SPD erhielt die zweitmeisten Stimmen bei der Bundestagswahl. Wenn die beiden Parteien, die die meisten Stimmen bekommen haben, Partner werden, ist das eine große Koalition. Bisher hat es eine große Koalition in Deutschland zweimal gegeben: von 1966 bis 1969 und von 2005 bis 2009.