Stormarn

Mann entblößt sich in Ahrensburg vor Fahrradfahrerin

Die Kriminalpolizei sucht den rund 20 Jahre alten Täter. Er hatte sich der 49-Jährigen mit geöffneter Hose in den Weg gestellt. Hat er auch zwei junge Mädchen belästigt?

Ahrensburg . Eine 49 Jahre alte Radfahrerin war auf der Bünnigstedter Straße unterwegs, als sich ihr plötzlich ein Mann in den Weg stellte. In der Höhe Ahrensburger Klärwerk wandte sich der rund 20 Jahre alte Mann mit geöffneter Hose der Frau zu und manipulierte an seinem Glied. Der Frau gelang es nach Angaben der Polizei vom Donnerstag mit ihrem Fahrrad einen weiten Bogen um den Täter zu fahren. Danach informierte sie sofort die Polizei.

Nach Angaben von Sonja Kurz von der Pressestelle der Polizeidirektion Ratzeburg sollen vermutlich auch zwei 12- bis 13-jährige Mädchen dem Exhibitionisten begegnet sein. Jetzt sucht die Polizei Zeugen für die Taten, die sich bereits am vergangenen Sonntag ereignet hatten. Der Täter soll höchstens 20 Jahre alt sein. Er hat kurzes, dunkles Haar und trug ein langärmliges, orangefarbenes Hemd. Er sei von normaler Statur gewesen. Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, sich mit sachdienlichen Hinweisen unter dieser Rufnummer zu melden: 04102/80 90. Die beiden Mädchen werden gebeten, sich ebenfalls bei der Polizei zu melden.

Nach Paragraf 183 Strafgesetzbuch macht sich ein Mensch grundsätzlich wegen exhibitionistischer Handlungen strafbar, wenn er eine andere Person durch eine exhibitionistische Handlung belästigt. Es kommt bei der drohenden Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr darauf an, die Allgemeinheit vor Konfrontationen mit sexuellen Handlungen und Entblößungen gegen ihren Willen zu schützen, heißt es bei der Hamburger Rechtsanwaltskanzlei Sascha Böttner. Eine exhibitionistische Handlung liege dann vor, wenn der Täter einer anderen Person ohne deren vorheriges Einverständnis sein entblößtes Geschlechtsteil zeige, um sich allein durch diese Handlung oder durch die Reaktion der Person sexuell zu erregen, seine Erregung zu steigern oder sich zu befriedigen. Maßgeblich sei, so der Rechtsanwalt, dass der Täter sexuelle Erregung mit seiner eigenen Entblößung verbinde.