Leserbriefe an die Redaktion

Leserbriefe an die Redaktion

Spender motivieren

4. Juli: "Organspende - das sollten Sie wissen"

Durch den Organspende-Skandal ist dieses Thema wieder mehr in den Vordergrund gerückt worden. Und das zu recht. Täglich sterben drei Menschen, weil nicht genügend Organe für eine Transplantation zur Verfügung stehen. Wie allgemein bekannt ist, werden immer mehr Patientenverfügungen erlassen, die eine lebensverlängernde Apparatemedizin ausschließen.

Eine solche wäre aber eine medizinisch notwendige Maßnahme und Voraussetzung für eine Organentnahme. Auch wenn es sich bei den Unterzeichnern solcher Verfügungen vorwiegend um einen eher älteren Personenkreis handelt, wird die Anzahl der Organspender damit reduziert.

Einen Denkanstoss möchte ich hiermit zur Diskussion stellen. So wie zum Beispiel Blutspender immer wieder zu recht in der Presse erwähnt werden, könnte ich mir so etwas auch für Organspender vorstellen. Wenn nicht ausdrücklich widersprochen wird, könnte in jeder Todesanzeige in kleiner Schrift das Wort "Organspender" eingefügt werden. Das Wort könnte durch ein Symbol ersetzt werden. Sicher wäre es der Bereitwilligkeit zur Organspende nicht abträglich.

Gerhard Ostertag, Bissingen-Teck

Wie eine Sekte

3. Juli: "Kaplan geht aus Liebe"

Der Weggang von Kaplan Schellhaas liegt schon drei Monate zurück. Wer oder was hat die Lawine Ihrer Pressekampagne erst jetzt losgetreten? War es eine gute Gelegenheit, Kirche und Religion mal wieder lächerlich zu machen? Wie erklärt sich sonst eine ganze Zeitungsseite (am 4. Juli) voll lachender Gesichter unbedarfter Straßenpassanten mit dummerhaftigen Aussprüchen zu einer ernsthaften Angelegenheit? Bei einer Befragung zum Beispiel: "Was halten Sie vom Glückstädter Matjes?" wären die Antworten sicherlich sinnvoller gewesen. Es hat den Anschein, als würden die Reporter die Katholische Kirche wie eine einfältige Sekte behandeln wollen. Sie ist aber eine Weltkirche, und für diese Kirche und für ihren Glauben sind viele Menschen in der NS-Zeit hingerichtet worden.

Dorothea und Uwe Zeutschel, Großhansdorf

Die Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten. Schreiben Sie an stormarn@abendblatt.de oder per Post an das Hamburger Abendblatt, Regionalausgabe Stormarn, Rathausplatz 22, 22926 Ahrensburg