Stormarn
Ahrensburg

Stormarns bisschen Werbung

Tourismusmanagerin verteilt auf Gartenschau Prospekte - Nachbarkreise haben Partnerprojekte

Ahrensburg. Stormarns Tourismusmanagement wird nun doch auf der Internationalen Gartenschau (igs) Werbung für die Region machen - ein bisschen jedenfalls. Tourismusmanagerin Anja Schütz und ein Mitarbeiter der Aktivregion Alsterland werden am Mittwoch, 31. Juli, und am Donnerstag, 1. August, auf dem Gelände im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg sein. Sie werden sich in einem Pavillon auf dem "Marktplatz der Kulturlandschaften" aufhalten, in dem es Informationen über schleswig-holsteinische Knicklandschaften gibt. Stormarns Nachbarkreis Segeberg hat das Angebot organisiert. Er hatte sich, im Gegensatz zu Stormarn, um eine Teilnahme bei der igs beworben.

"Wir wollen die Chance nutzen, trotzdem vor Ort zu sein", sagt Anja Schütz. Sie will über Stormarn informieren, etwa mit Prospekten. Außerdem, so Schütz, ist an beiden Tagen ein Öko-Markt auf diesem Teil des Geländes. Anja Schütz hofft, dass sich viele Besucher dieses Marktes auch für die Broschüre "Hofläden und Landcafés" interessieren, die das Tourismusmanagement jüngst herausgegeben hat. Die Broschüre informiert über Plätze in Stormarn, die sich gut als Ziele für Tagesausflüge eignen.

Die Werbung, die Stormarn nun auf der igs macht, bleibt allerdings vergleichsweise dürftig. Alle anderen Umlandkreise sind mit eigenen Angeboten vertreten. So ist etwa der Kurpark Mölln ein Partnerprojekt der igs, auf dem Ausstellungsgelände wird für eine Fahrt in den Kreis Herzogtum Lauenburg geworben. Die Initiatoren wollen die Chance nutzen, möglichst viele der Touristen, die aus allen Teilen Deutschlands kommen, auf das Umland aufmerksam zu machen. Stormarn ließ diese Chance verstreichen (wir berichteten). Im Juni 2010 hatten die igs-Organisatoren Kreise im Hamburger Speckgürtel angeschrieben. Aus Stormarn kam aber keine Bewerbung, wie Marion Köhler sagt. Sie ist Sprecherin der Metropolregion Hamburg, die in die Organisation eingebunden ist. Ein Tourismusmanagement gab es damals in Stormarn noch nicht, es nahm erst 2011 seine Arbeit auf. Das Schreiben der igs landete bei Klaus Kucinski, Bauamtsleiter in der Kreisverwaltung. "Wir haben das geprüft und festgestellt, dass der Aufwand höher ist als der Ertrag", sagte er Ende 2012 auf Abendblatt-Anfrage.

"Es gab damals eben keinen Ansprechpartner, keine Struktur, die die Federführung hätte übernehmen können", sagt heute Anja Schütz. Immerhin will der Kreis den Fortbestand des Tourismus-Managements sichern, für das die Fördermittel auslaufen. Für die Arbeit soll künftig mehr Geld zur Verfügung stehen. Geplant ist die Gründung einer eigenen Gesellschaft, die "Kultur- und Tourismusmarketing Stormarn GmbH" heißen soll. Sie soll zum Januar 2014 ihre Arbeit beginnen.