Großhansdorf

Drei Damen schreiben die Geschichte eines alten Hauses auf

Buch über Großhansdorfer Villa Wulfsriede ist erschienen

Großhansdorf. "Dieses Buch ist erstklassig und passt somit zu dieser erstklassigen Klinik", sagte Großhansdorfs Bürgermeister Janhinnerk Voß bei der Vorstellung des Buches "Villa Wulfriede - 111 Jahre Geschichte in Großhansdorf". Das von Ingrid Westphal-Lamp'l, Georgia Wahl und Birgit Schücking geschriebene Buch erzählt die Geschichte der im Jahr 1902 erbauten Villa und bringt sie mit der Moderne in einen Zusammenhang. "Die Villa ist nun schon 111 Jahre alt und sieht immer noch so schön aus", sagt Ingrid Westphal-Lamp'l. Früher, als es an der Sieker Landstraße noch keine Klinik gab, hätte sie sich nicht vorstellen können, dass in diese Idylle jemals ein Krankenhaus passe. "Es ist beeindruckend, wie sich das hier alles entwickelt hat. Und deshalb hat es sich auch gelohnt, darüber ein Buch zu schreiben", so Ingrid Westphal-Lamp'l.

Anfang des 20. Jahrhunderts ließ Max Albrecht die Villa Wulfriede als herrschaftlichen Landsitz für seine Familie bauen. Der Unternehmer wurde durch den Transport von Erdöl aus Baku nach Hamburg wohlhabend. Ihm lag die Medizin am Herzen. "Es ist interessant, dass bereits der erste Eigentümer dieser Villa, in der heute eine Augenklinik ist, sich für Medizin begeisterte", sagt Park-Klinik-Geschäftsführer Christian Rotering. Max Albrecht stiftete unter anderem Geld für eines der ersten reinen Kleinkinder- und Säuglingskrankenhäuser. Er war auch Aufsichtsratschef der Hamburger Hochbahn und sorgte dafür, dass Großhansdorf drei Bahnstationen bekam. "Die Recherche über Max Albrecht machte enormen Spaß. Er war hochintelligent. So machte er beispielsweise schon mit 16 sein Abitur", sagt Westphal-Lamp'l.

Nach dem Tod Albrechts wohnten seine Kinder in der Villa Wulfriede, bis letztlich 1990 die Park-Klinik Manhagen die Gebäude kaufte. 1994 kam der Rehaklinik-Anbau dazu.

So ist die Villa heute in erster Linie Krankenhaus. Und zwar ein bekanntes: "Großhansdorf verdankt seine Bekanntheit auch der Park-Klinik", sagte Bürgermeister Janhinnerk Voß.

Zwei Jahre arbeiteten die drei Frauen, die für Zeitungen tätig waren beziehungsweise noch sind, an den 73 Seiten. Birgit Schücking, die Fotografin unter ihnen, war für das Visuelle zuständig. "Das Buch enthält viele tolle Bilder", sagt Georgia Wahl. Für 15 Euro ist es in der Park-Klinik und ab Mittwoch auch bei Heymann in Ahrensburg (Hamburger Straße 6) erhältlich. "Die eine Hälfte des Erlöses geht an die Großhansdorf-Stiftung und die andere an in Not geratene Mitarbeiter der Park-Klinik", sagt Ingrid Westphal-Lamp'l.