Reinbek

Dialyse-Station für St. Adolf-Stift

Reinbeker Krankenhaus kann jetzt zwölf Patienten mehr im eigenen Haus behandeln

Reinbek. Um eine lückenhafte Überwachung, kürzere Wege und mehr Komfort für Dialyse-Patienten zu gewährleisten, hat das Reinbeker Krankenhaus St. Adolf-Stift eine neue, in Stormarn einmalige Blutwäsche-Station errichtet. "Stationäre Patienten müssen jetzt nicht mehr zur Dialyse ins Nephrologische Zentrum Am Ladenzentrum transportiert werden, sondern können bei uns im Haus behandelt werden", sagt der Kaufmännische Direktor, Lothar Obst.

Schon seit dem Jahr 2004 wird das Projekt zusammen mit den Ärzten des Nephrologischen Zentrums Reinbek-Geesthacht verfolgt. "Damals habe ich die Architekten beauftragt, die neue Station beim Umbau des Krankenhauses zu berücksichtigen", sagt Lothar Obst. Zwölf Betten stehen nun auf der 220 Quadratmeter großen, ehemaligen Geburtsstation zur Verfügung. Die Baukosten in Höhe von rund 800 000 Euro wurden vom St. Adolf-Stift übernommen, das Nephrologische Zentrum hat die medizinischen Geräte im Wert von 300 000 Euro angeschafft.

Dass die Station dringend nötig war, darin sind sich Obst und die Ärzte des Nephrologischen Zentrums einig. Denn der Patientenzuwachs steige stetig. "Im Jahr führen wir bis zu 1000 Blutwäschen durch. Die meisten Dialyse-Patienten haben zusätzlich zur Nierenerkrankung noch andere Beschwerden und benötigen eine umfassende Behandlung", sagt Dr. Markus Meier. "Jetzt sind die Patienten Tür an Tür mit der Dialyse-Station und müssen nicht extra umgelagert werden." Denn der Transport sei für kranke Menschen sehr belastend.

"Einige Patienten müssen drei Mal wöchentlich zur Dialyse. Es ist sehr kräftezehrend, wenn sie jedes Mal umgelagert werden", so Meier. Außerdem sei die Überwachung der Patienten durch den Transport lückenhaft. "Während der Fahrt war ja kein Arzt anwesend. Jetzt ist der Informationsfluss besser und die Behandlungen können direkt ineinander greifen", sagt Meier.

Die Ärzte des Nephrologischen Zentrums, Markus Meier, Peter Färber, Marko Staben und Gotthard Feyerabend werden sich die Arbeit in der Praxis und im Krankenhaus teilen. Markus Meier sagt: "Über Computer sind wir ideal vernetzt, sodass schnell Absprachen gemacht und Entscheidungen im Sinne der Patienten getroffen werden können."