Oststeinbek

24 Feuerwehrleute schaffen Prüfung

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Verstärkung für Glinde, Oststeinbek, Schönningstedt, Barsbüttel und Havighorst

Oststeinbek. Am Sonnabend war ihr großer Tag. 24 Männer und Frauen der freiwilligen Feuerwehr absolvierten die theoretische und praktische Abschlussprüfung der Anwärtergrundausbildung. Jeweils drei Anwärter aus Glinde, Oststeinbek und Schönningstedt sowie vier aus Barsbüttel und elf Männer und Frauen aus Havighorst dürfen sich nach erfolgreichem Prüfungstag nun Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau nennen.

Bevor die Anwärter zur praktischen Prüfung antreten mussten, hatten sie eine Stunde Zeit, ihren theoretischen Fragebogen auszufüllen. Darin ging es um Fragen zu Rechtsgrundlagen, Löscheinsätzen, technischen Hilfeleistungen, Gefahren an Einsatzstellen und um Fahrzeug- und Gerätekunde.

Während der praktischen Prüfung wurde eine Brandsituation simuliert. "Wir haben mit einer Nebelmaschine Rauch erzeugt, der aus einer alten Scheune kam. Außerdem haben wir eine Puppe unter einem Trecker eingeklemmt, also einen Verkehrsunfall nachgestellt", sagte Timm Pfrommer, Lehrgangsleiter. Die Anwärter wurden in drei verschiedene Gruppen eingeteilt. "Ein Teil kümmerte sich um den vermeintlichen Brand, der andere Teil um die Rettung der eingeklemmten Person", erläuterte Pfrommer.

Insgesamt 15 Minuten dauerte der praktische Test. Der Ausbilder war zufrieden: "Alle haben bestanden und hatten Spaß bei der Übung. Motivation ist das Wichtigste." Und noch etwas freute Pfrommer. "Wir haben mit 24 Personen viel Nachwuchs ausgebildet. Das sind elf Personen mehr, als im vergangenen Jahr. Sogar vier Frauen sind dabei."

Eine von ihnen ist Pamela Fehr. Sie ist die erste Frau seit 116 Jahren, die der freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde Schönningstedt beigetreten ist. "Ich finde, es ist ein sinnvolles Hobby und macht mir einfach Spaß", sagt Fehr. Ursprünglich sei die 41 Jahre alte Mutter mit ihren Kindern zum Schnuppertag der freiwilligen Feuerwehr gegangen, um ihre Tochter davon zu begeistern. "Dann bin ich aber selbst hängen geblieben", sagte sie. Ihre Tochter möchte ab dem kommenden Jahr bei der Jugendfeuerwehr mitmachen.

( (nw) )

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