Ahrensburg

Engel vor Ahrensburgs Rathaus erteilt Extremismus eine Absage

An dem Kunstprojekt beteiligten sich alle religiösen Gemeinden

Ahrensburg. Eine Erinnerung solle die Intarsie sein, die nun vor dem Ahrensburger Rathaus im Boden zu sehen ist. "Eine Erinnerung an die Absage an jede Art von Extremismus und Feindlichkeit", sagt Bürgermeister Michael Sarach. Während des Kunstprojekts Engel der Kulturen haben die Künstler Gregor Merten und Carmen Dietrich die Intarsie an diesem Freitag nach Ahrensburg gebracht. Zu sehen ist ein Ring, der die Symbole dreier Religionen enthält: ein Kreuz, einen Halbmond und einen Davidstern.

Das Vorbild der Intarsie, ein anderthalb Meter hoher und 85 Kilogramm schwerer Stahlring, wurde vor dem Stopp am Rathaus zu fünf anderen Stationen gebracht. An ihnen gab es verschiedene Projekte. So auch an der Wiese an der Straße Am Alten Markt. "An unserer ersten Station waren viele Kinder, jedes hatte einen Wimpel gebastelt und darauf einen eigenen Engel der Kulturen gestaltet", sagt Carmen Dietrich. "Sie haben die Wimpel um die Sandskulptur herum auf die Wiese gesteckt, das war wirklich ergreifend. " Sandskulptur? Die entsteht, indem der Ring auf den Boden gelegt und mit Sand gefüllt wird. Schon wird das Bild eines Engels sichtbar.

An der Aktion beteiligten sich alle religiösen Gemeinden der Stadt. Ihre Vertreter legten die Intarsie gemeinsam an ihren Platz, es folgte ein Friedensgebet. Initiiert wurde die Aktion von Hans Peter Weiß, Mitglied des Netzwerkes Migration und Integration.