Ahrensburg

Verkauf des Forstes Hagen ist vorerst gescheitert

Die Sparkassen-Kulturstiftung wird nun vorerst doch nicht den Forst Hagen kaufen.

Ahrensburg. Die Pläne, die zur Unterstützung der Schlossstiftung beitragen sollten, liegen auf Eis. "Aktuell ist der Kauf des Forstes Hagen kein Thema mehr für uns", bestätigt Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Sparkassen-Stiftung.

Wie berichtet, hatte die Stadt Ahrensburg im vergangenen Jahr einen Rettungsplan diskutiert. Sie wollte den 140 Hektar umfassenden Wald an die Sparkassen-Kulturstiftung verkaufen, um so das Kapital der Schlossstiftung von derzeit 1,5 auf 3,5 Millionen Euro zu erhöhen. Die hätte so ihr dauerhaft bestehendes Etatloch stopfen können.

Daraus wird nun nichts. Grund für die Absage der Pläne ist eine Änderung des Paragrafen 89 der Gemeindeordnung. Demnach muss für eine Einbringung städtischen Vermögens in eine Stiftung der Haushalt der Kommune ausgeglichen sein - und zwar nicht nur der aktuelle, sondern auch der Ergebnisplan für die folgenden drei Jahre. "Das ist zurzeit nicht der Fall", sagt Verwaltungs-Sprecher Andreas Zimmermann. Im kommenden Jahr könne die Situation aber schon wieder anders aussehen.

Auch Jörg Schumann betont, dass Projekt sei nicht "tot". Die Stadt müsse nun erst einmal intern klären, was für den Haushalt getan werden könne.

Im Oktober noch prüfte die Stadt den Verkauf des Waldes an die Stiftung - obwohl da eigentlich schon längst klar war, dass der eigentlich keine Option ist. Die Gesetzesänderung trat bereits im Frühjahr 2012 in Kraft - sie blieb aber unbemerkt. "Ich habe erst durch einen Hinweis aus dem Innenministerium davon erfahren", sagt Jörg Schumacher. Er habe sich daraufhin an die Stadt gewandt. Erst dann sei "herausgekommen", dass der Deal zurzeit gar nicht möglich ist. Für die Schlossstiftung bedeutet das, dass sie wohl vorerst weiterhin mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben wird.

Jörg Schumann sagt, er gehe davon aus, dass die Sparkassen-Kulturstiftung weiterhin grundsätzlich willens sei, den Forst zu übernehmen. "Aber wir machen uns nichts vor: Eine Entscheidung wird sich mindestens bis in das Jahr 2015 hinziehen."