Ahrensburg

Die Stormini-Zeit rückt näher

Ahrensburg bereitet sich auf Demokratieplanspiel für Kinder in erster Sommerferienwoche vor

Ahrensburg. In der ersten Sommerferienwoche ist es so weit: Die Kinderstadt Stormini öffnet ihre Pforten. 240 Kinder werden mit Sack und Pack anreisen und Zelte auf dem Sportplatz Am Reeshoop und auf dem Gelände der Grundschule Am Schloss beziehen. Der Kreisjugendring Stormarn organisiert das Demokratieprojekt gemeinsam mit der Stadt und dem Stadtjugendring Ahrensburg. Es richtet sich an Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren.

Eine Woche lang bewohnen sie das Stormini-Dorf. "Es wird zehn Zeltgruppen geben mit jeweils einem Gruppenführer. Jedes Kind sucht sich bei unserer Agentur für Arbeit in Stormini einen Job aus und arbeitet dort für zwei Stunden pro Tag", sagt Ansgar Büter-Menke vom Kreisjugendring. Nach getaner Arbeit bekomme jedes Kind einen Scheck. Der Verdienst könne für Freizeitangebote ausgegeben werden. Aber auch einen Markt soll es jeden Tag geben. Alle Produkte, die die Kinder hergestellt haben, werden dort verkauft. "Natürlich haben wir unsere eigene Währung in Stormini," sagt Büter-Menke.

Auch Parlamentssitzungen werden die kleinen Bewohner des Kinderdorfes abhalten. Dazu soll sogar ein Bürgermeister gewählt werden. "Zuerst war das Projekt nur ein Planspiel. Mittlerweile entdecken viele Kinder hier ihren Traumberuf und bekommen eine Ahnung von Politik und Wirtschaft. Es ist mehr als nur ein Spiel", sagt Jugendpfleger Bernd Meyerink vom Jugendzentrum Bruno-Bröker Haus.

"Uns ist besonders wichtig, dass sich noch mehr Unternehmen melden und an Stormini teilnehmen", sagt Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach. Die Kinder sollen insbesondere alte Handwerksberufe kennenlernen. "Berufe wie Sattler, Drechsler, Hutmacher oder Drucker sind heutzutage nur noch selten zu finden. Wir rufen besondern diese Betriebe auf, bei uns mitzumachen", so Büter-Menke.

Schirmherr ist Ministerpräsident Torsten Albig, der das Projekt mit 7500 Euro aus dem Landeshaushalt unterstützt.