Leserbriefe an die Redaktion

Leserbriefe an die Redaktion

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Andere Dinge wichtiger

20. Februar: "Vorrang für den Kreiselbau rettet Trittau vor dem Stau"

Hurra rufen fast alle Bürger von Trittau. Der Kreisel Hamburger Straße/Mühlenweg wird endlich gebaut. Wenn man während der Hauptverkehrszeit als drittes Auto an der Kreuzung steht und ein bis zwei Minuten warten muss, erscheint diese Maßnahme außerordentlich notwendig. Zum Kreisel haben nicht alle Kommunalpolitiker die Zusage gegeben. Die CDU und BGT dafür - die SPD dagegen. Als Bürgerin und auch jahrelang in der Kommunalpolitik tätig, kann ich diese Entscheidung nicht verstehen. Es werden im Haushalt soziale Beträge gestrichen oder reduziert, das Schwimmbad wird immer als Kostenfaktor gesehen, hat aber eine sehr soziale Komponente für alte und junge Menschen. Die Fußgängerüberquerung Gadebuscher Straße ist auf 2014 verschoben worden. Vor allem Schulkinder und ältere Bewohner können diese Straße nicht gefahrlos überqueren. Aber für den Kreisel (der im Grunde keiner ist) wird das Geld ausgegeben.

Karin Andresen, Trittau

Habe die Vorwürfe satt

15. März: "Naturschützer bitten Katzenbesitzer um Hausarrest für die Tiere"

Ich fände es sinnvoller, wenn der BUND Berichte zur artgerechten Winterfütterung von Wildtieren/Vögeln herausgibt, als ständig neben den Jägern uns auf die Leinenpflicht für Hundebesitzer beziehungsweise Hausarrest für Katzen hinzuweisen. Für mich ist das realitätsfern. Wir Katzen- und Hundebesitzer möchten ein bedarfs- und artgerechtes Leben für all unsere Tiere, und die meisten gehen mehr als umsichtig mit der Flora und Fauna um. Und trotz unserer eigenen Haustiere (die Katzen erhalten natürlich den nötigen Freigang) befinden sich in unserem Garten Unmengen von Wildtieren, Vögeln und Insekten. Sogar Fasane gehören zu den täglichen Besuchern. Realitätsfern sind die Anweisungen vom BUND, da auch Eichhörnchen und Krähen Nester ausrauben, zuhauf Vögel sterben, weil sie gegen die großen Fensterscheiben der Häuser der Menschen fliegen. Der Lebensraum wird kleiner, Gebüsche und Sandplätze verschwinden und somit auch die Vögel. Was haben da unsere Hauskatzen für einen Anteil? Vor einigen Tagen sah ich eine schreiende Amsel von einem Greifvogel gepackt mitgerissen davonfliegen. Grausam, aber das ist die Natur. Ich habe es so satt, mir von Jägern und Umweltverbänden immer wieder Vorwürfe anhören zu müssen, während die Wirklichkeit doch anders aussieht. Es gibt sogar Vogelliebhaber, die Gift legen oder mit dem Luftgewehr auf unsere Tiere schießen.

Der Mensch entscheidet, welche Kreatur wertvoller ist und wer die Natur regulieren darf? Hier nur einmal die Jagdstreckenzahlen 2011/2012 für Schleswig-Holstein: erschossene Rebhühner: 190, Waldschnepfen: 1207, Höckerschwäne: 313, Stockenten: 39.126, Fasane: 10.252. Hasen wurden 32.944 Stück und Rotwild circa 830 geschossen. Übrigens wurden auch 5224 Katzen erschossen. Wer ist hier denn nun der Feind der (Wild-)Tiere?

Christiane Krieg, Großhansdorf

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