Reinbek

Wer ist eigentlich... Uwe Plog?

Das Abendblatt erzählt in loser Folge die Geschichte hinter den Namen von Gebäuden

Reinbek. Die Uwe-Plog-Halle in Reinbek ist die Vereinshalle der Turn- und Sportvereinigung Reinbek und somit Schauplatz vieler sportlicher Veranstaltungen. Sie wurde 1975 gebaut und damals nach dem deutschen Autoren Theodor Storm benannt. Das Gebäude bietet rund 200 Zuschauern Platz. Nachdem 2012 ein Einsturzrisiko festgestellt worden war, wurde die Halle im Juni gesperrt. Renovierungsarbeiten begannen, die bis in den Dezember andauerten und die rund eine Million Euro kosteten.

Seinen heutigen Namen bekam das Gebäude im Jahr 2002. Damit würdigte der Verein seinen langjährigen Vorsitzenden, der sein Amt gerade aufgegeben hatte und seitdem Ehrenvorsitzender ist. Uwe Plog wurde 1935 in Danzig geboren und zog mit seiner Familie ein Jahr später erst nach Drage bei Friedrichstadt und anschließend nach Reinbek. Er trat 1957 in den Verein TSV Reinbek ein und spielte 25 Jahre lang Handball. Mit seiner Mannschaft gewann er unter anderem 1975 die Hamburger Meisterschaft der Altherren, als Leichtathlet legte er 15-mal das Deutsche Sportabzeichen ab.

Der heute 77-Jährige wurde 1960 zum stellvertretenden Handballabteilungsleiter ernannt und trat zwei Jahre danach eine Amtszeit als Pressewart im Vorstand an. 1964 wurde er außerdem zum dritten Vorsitzenden gewählt und anschließend sechs Jahre später zum ersten Vorsitzenden. 32 Jahre lang leitete er den Verein und warb viele neue Mitglieder. Am Ende seiner Zeit als erster Vorsitzender 2002 wurde er mit der Umbenennung der seinerzeit gerade renovierten Reinbeker Sporthalle geehrt und zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Plog wurde unter anderem 1992 die Ehrenmedaille der Stadt Reinbek verliehen, 1995 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und 2002 die Ehrenplakette des Landessportverbandes.

Auch heute beteiligt sich Uwe Plog stark am Vereinsgeschehen: Er nimmt an allen Vorstandssitzungen teil. "Die anderen Vereinsmitglieder schätzen ihn vor allem für seine Arbeit für den Verein und seine Freundlichkeit", sagt Elke Schliewen, die Pressesprecherin des Vereins. Uwe Plog hatte vor dem Ende seiner Amtszeit nach einem geeigneten Nachfolger gesucht und sich für Christian Schröder entschieden, der den Posten auch annahm, nachdem er sich zuvor hatte überreden lassen. Schröder allerdings tritt aufgrund gesundheitlicher Probleme zur nächsten Wahl nicht wieder an.