Ahrensburg

Ahrensburger Dehoga-Chef fordert Einigkeit

Bei Jahreshauptversammlung des Hotel- und Gaststättenverbandes wird über ein Parkleitsystem diskutiert

Ahrensburg. Es sollte eigentlich ein geselliger Abend bei Büfett und Getränken im Ahrensburger Restaurant Rockefeller werden. Doch so ganz ohne Sticheleien zwischen der Ahrensburger Politik und Verwaltung ging es bei der Jahreshauptversammlung des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Ahrensburg und Umgebung dann doch nicht. Stein des Anstoßes war ein Parkleitsystem für die Innenstadt. In seiner Rede hatte Bürgermeister Michael Sarach versichert, dass in Ahrensburg daran gearbeitet werde.

Axel Strehl, Vorsitzender des Dehoga Ortsverbandes, bohrte nach und wollte von Bürgermeister und den anwesenden Politikern wissen, wann das System Realität werden könne. "Wir haben die Bestandsaufnahme nahezu fertig", antwortete der Bürgermeister. "Im kommenden Quartal könnten wir eine Lösung vorbringen, sind aber auch auf die Politik angewiesen." Die müssten auch das nötige Geld für ein Parkleitsystem bewilligen, so Sarach. Für die Politiker erwiderte Bürgervorsteher Roland Wilde (CDU): "Wir sind auf entsprechend gute Vorlagen der Verwaltung angewiesen." Es gelte, sich die Fakten zunächst in aller Ruhe anzuschauen. Wilde: "Das kann das zweite Quartal 2013 sein. Doch Ruhe braucht auch immer ihre Zeit." Wilde versprach Strehl und den rund 40 Gästen aber, dass es bis zum kommenden Jahr eine Lösung geben werde. Und der Bürgervorsteher versicherte, sich um das friedliche Miteinander in den politischen Gremien zu kümmern.

Mit dem Schlagabtausch zwischen Bürgermeister und Bürgervorsteher wurde deutlich, was Strehl in seiner Rede zuvor angesprochen hatte. "Ich würde mir zum Wohle unserer Stadt mehr Einigkeit unter den Politikern und weniger Misstrauen zwischen Politik und Verwaltung wünschen." Strehl warnte vor einem Abstieg der Stadt mit ihren vielen Vorzüge aus der "Champions League" in eine untere Liga.

Auch auf die Diskussion über die Einführung eines Mindestlohnes ging der Gastronom ein. "Wenn darauf geachtet würde, dass geltende Tarife eingehalten werden, hätten wir schon so etwas wie einen Mindestlohn", sagte er. Vor wahlkampfgetriebenen Forderungen sollte lieber darauf geachtet werden, Ungleichheiten zu beseitigen. Dazu gehöre auch, so der Gastronom, keine "subventionierten Mittagstische" durch öffentlich gefördert Träger zu erlauben.