Wirtschaftsdelegation

Barsbütteler reiste mit dem Außenminister nach Asien

Unternehmer Harald Ploß besuchte mit Guido Westerwelle die Philippinen, Singapur und Indonesien. Er lernte während der Reise einen sehr umgänglichen Politiker kennen.

Barsbüttel. Harald Ploß, Geschäftsführer des Barsbütteler Unternehmens Ploß & Co, ist von einer spannenden Reise zurückgekehrt. Als Mitglied einer Wirtschaftsdelegation hat er Außenminister Guido Westerwelle (FDP) in Asien begleitet. "Es war eine sehr interessante und spannende Erfahrung, einmal im Regierungsflugzeug zu sitzen", sagt Ploß, "die Tour war auch anstrengend, wir hatten viel Programm."

Seine Firma ist einer der größten Hersteller und Fachgroßhändler für Garten- und Wohnmöbel in Deutschland. Seit mehr als 20 Jahren beliefert Ploß Möbelhäuser, große Filialisten und Versandhäuser. Das mittelständische Unternehmen agiert erfolgreich weltweit. Auch Sonnendecks für bekannte Kreuzfahrtschiffe wie der "Aida", "MS Deutschland" und "Sea Cloud" werden ausgerüstet.

Obwohl der Barsbütteler im Acht-Wochen-Rhythmus nach Asien reist und die Länder gut kennt, erlebte er auf der Ministertour viel Neues. "Das Auswärtige Amt hatte mich angerufen und gefragt, ob ich Interesse hätte, mit Guido Westerwelle als Teil der Wirtschaftsdelegation die Philippinen, Singapur und Indonesien zu besuchen", sagt Harald Ploß. Wie das Ministerium auf ihn kam, weiß er nicht genau. Seine Vermutung: "Meine Frau ist Indonesierin, und ich verstehe die Einladung als eine Anerkennung des vielfältigen Engagements von Ploß & Co. in Asien." Er sagte jedenfalls sofort zu.

Sieben weitere Manager - unter anderem auch von SAP - gehörten zu der Delegation. Harald Ploß: "Der Außenminister kam komplett anders rüber, als er im Fernsehen erscheint. Herr Westerwelle ist ein sehr offener, umgänglicher Mann. Es war toll, ihn kennengelernt zu haben." Der FDP-Politiker bat auch Hilfe bei Problemen an. "Auf das Angebot bin ich bereits zurückgekommen", sagt Ploß, "der persönliche Referent des Außenministers konnte mir kurzfristig ein Visum für China ermöglichen, an das ich sonst nicht so einfach rangekommen wäre."

Die sechstägige Reise habe sich auch sonst gelohnt. "Ich habe viele hochrangige Wirtschafter getroffen", sagt Ploß, "die Reise hat Türen geöffnet, die in der Zukunft sehr wichtig sein können."

In Semarang, einer Hafenstadt an der Nordküste von Indonesien, unterhält Ploß ein Möbelgeschäft mit mehr als 400 Mitarbeitern. Er lässt dort auch ausbilden. Lieferanten sitzen auch in China und Vietnam.

Die Firma unterstützt auch wohltätige Projekte. So setzte der Unternehmer den Erlös mehrer Lagerverkäufe für den Wiederaufbau der indonesischen Tsunami-Gebiete ein. Harald Ploß und seine Mitarbeiter waren mehrfach dort, bauten Wohnanlagen und Schulen auf. "Wir kauften auch 1000 Fahrräder in Indonesien, um den Kindern den Weg zur Schule zu erleichtern. Das war eine Herzenssache", sagt Harald Ploß. Mit der Aktion seien auch Arbeitsplätze geschaffen worden.