Ahrensburg

Suche nach Räubern bislang ohne Erfolg

Überfalle auf Supermärkte in der Region. Polizei prüft, ob es sich um dieselben Täter handelt

Ahrensburg Die Polizei fahndet weiter nach der Bande von brutalen Räubern, die offensichtlich in Stormarn und Umgebung unterwegs ist und es vorwiegend auf Einkaufsmärkte abgesehen hat (wir berichteten). "Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren", sagte Holger Meier, Sprecher der Polizeidirektion Ratzeburg, auf Nachfrage des Abendblattes. "Wir ermitteln in alle Richtungen." Zuletzt hatte am Montag vergangener Woche ein Täter einen Einkaufsmarkt in Schwarzenbek (Kreis Herzogtum Lauenburg) überfallen. Davor waren Supermärkte in Oststeinbek, Wentorf bei Reinbek und Ahrensburg sowie ein Imbiss in Geesthacht ausgeraubt worden.

Alle Überfälle liefen nach ähnlichem Muster ab: Die Täter waren immer Männer und kamen spätabends kurz vor oder nach Geschäftsschluss. Sie waren bis auf den Schwarzenbeker Fall zu zweit und immer maskiert. Bei vier der fünf Überfälle hatten sie eine Schusswaffe dabei. Die Räuber bedrohten Angestellte und Kunden und erzwangen die Herausgabe von Geld aus der Kasse. "Wir prüfen, ob es einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Taten gibt und ob es sich um eine Bande von Räubern handelt", sagte Polizeisprecher Holger Meier.

Ob es Bilder aus Überwachungskameras gibt, verrät die Polizei noch nicht

Begonnen hatte die Überfallserie am 18. Januar in Geesthacht. Dort raubten zwei Männer um 23.45 Uhr einen Imbiss an der Hafenstraße aus. In Ahrensburg überfielen zwei maskierte Männer einen Tag später, am 19. Januar, um 21 Uhr kurz nach Geschäftsschluss den Aldi-Markt im City-Center. Die Täter fesselten die zwei anwesenden Angestellten und traten einen von ihnen, der am Boden lag. Einer Mitarbeiterin wurden die Augen verbunden. Dann flüchteten die Maskierten mit einem vierstelligen Geldbetrag.

Im Wentorfer Rewe-Markt an der Hamburger Landstraße wurde am 21. Januar um 21.45 Uhr ein 45 Jahre alter Angestellter plötzlich in den Würgegriff genommen. Ein Mann bedrohte das Opfer mit einer Schusswaffe, ein zweiter Täter steckte einen vierstelligen Geldbetrag ein.

Zwei Räuber suchten am 15. Februar auch einen Einkaufsmarkt in Oststeinbek an der Möllner Landstraße heim. Zwei 16 und 42 Jahre alte Kassiererinnen waren allein im Laden, als die Täter um 20.20 Uhr kamen. Die Frauen wurden mit einem Messer und einer Schusswaffe bedroht. Die Räuber flohen mit Geld. Am Montag, 25. Februar, bedrohte ein Unbekannter in Schwarzenbek in einem Einkaufsmarkt an der Möllner Straße um 21.55 Uhr eine Angestellte und einen Kunden mit einer Schusswaffe. Die Mitarbeiterin gab ihm Geld aus der Kasse.

Nach allen Überfällen flüchteten die Täter unerkannt, Fahndungen der Polizei blieben erfolglos. Ob sie Spuren an den Tatorten hinterließen, wollte Polizeisprecher Holger Meier aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Auch zu der Frage, ob es Kameraaufzeichnungen von den Überfällen gibt und mit Fotos womöglich bald eine Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet wird, gab es keine Auskunft.