Stormarner Grüne stellen sich gegen Fracking-Verfahren

Mitglieder reagieren bei Treffen in Bargteheide auf Anfrage in Herzogtum-Lauenburg

Bargteheide. Die Grünen in Stormarn lehnen das sogenannte Fracking-Verfahren zur Erdgas- und Erdölgewinnung ab. Das machten sie nun mit einer einstimmig beschlossenen Resolution auf ihrer Kreismitgliederversammlung in Bargteheide deutlich.

Grund für die Resolution ist laut Hartmut Jokisch, Kreis-Geschäftsführer der Grünen, ein Ersuchen einer Spezialfirma für "die Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen", das im Nachbarkreis Herzogtum-Lauenburg gestellt wurde. Es geht offenbar um das sogenannte "Erlaubnisfeld Schwarzenbek", das das gesamte südliche Kreisgebiet des Herzogtum-Lauenburg von der Autobahn 24 bis zur Elbe umfasst. Bei dem Fracking-Verfahren wird zunächst tief in die Erde gebohrt und dann Flüssigkeit in die Gesteinsschicht gepresst, um Risse zu erzeugen und Ergas oder Erdöl besser aus dem Boden abschöpfen zu können.

"Wir halten den Einsatz wassergefährdender chemischer Substanzen für die Gewinnung von Erdgas oder Eröl für nicht hinnehmbar", sagt Jokisch. Die Grünen fürchteten eine großflächige Zerstörung des Untergrundes mit heute nicht absehbaren Folgen. Jokisch sagt: "Wir Grünen treten schon länger dafür ein, dass das Bergrecht, das zum letzten Mal im Dritten Reich modifiziert wurde und nirgendwo den Begriff 'Umwelt' enthält, endlich aus dem Wirtschaftsrecht in das Umweltrecht überführt wird."