Visionen für Trittaus Campehalle

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Architekturstudenten aus Buxtehude liefern Politik und Verwaltung Entwürfe für zukünftige Nutzung

Trittau. Ein zweigeschossiges Gebäude mit einer spitzen Ecke und Glasfassade, ein puristischer flacher Betonbau oder eine Halle mit großem Foyer und Dachterrasse - so könnte in Zukunft die Campehalle in Trittau aussehen. Zumindest, wenn es nach den Vorstellungen von Architekturstudenten der Hochschule 21 in Buxtehude geht. Diese haben sich an einem Ideenwettbewerb der Gemeinde Trittau beteiligt. Dabei ging es um Entwürfe für einen Umbau und eine neue Nutzung der Campehalle im Ortskern. Die Pläne wurden kürzlich von der Verwaltung dem Bauausschuss vorgestellt.

"Die Studenten sollten der Politik und der Verwaltung Ideen und Anregungen für die Campehalle liefern", sagt Thorsten Tenzer, Leiter des Fachdienstes für Grundstücks-, Gebäude- und Infrastrukturmanagement der Gemeinde. Die Halle hinter dem Bürgerhaus und neben dem Gebäude der Gemeinde- und Amtsverwaltung ist bisher eine reine Sporthalle. Früher wurde sie von den Schülern der Campeschule genutzt, mittlerweile trainieren dort noch Gruppen einiger Vereine. Allerdings ist sie stark sanierungsbedürftig und kann nur noch eingeschränkt genutzt werden. "Bewegungs- und Ballsport ist derzeit nicht mehr möglich", sagt Thorsten Tenzer. In der Gemeinde wird daher schon länger überlegt, die Campehalle in eine Mehrzweckhalle umzuwandeln, die nicht nur für Sport genutzt werden kann. "Wir haben Bedarf an Hallenflächen", sagt Trittaus Bürgermeister Walter Nussel. So benötigten neben den Sportvereinen auch die Ganztagsschulen im Ort solche Flächen.

Entsprechend war die Aufgabe für die Buxtehuder Architekturstudenten, Pläne für eine neue Mehrzweckhalle zu entwerfen. Dabei sollten sie das Gebäude der alten Halle in ihre Pläne integrieren, ebenso wie das Blockheizkraftwerk neben der Halle. Beteiligt haben sich an dem Projekt 30 Studenten, die für ihre Entwürfe im November und Dezember 2012 sechs Wochen Zeit hatten. Für sie war es eine Studienarbeit", sagt Fachdienstleiter Tenzer.

Die Entwürfe lassen die Campehalle teilweise eingeschossig wie bisher, teilweise sehen sie ein weitere Etage vor. Einige der Studenten setzen auf Betonfassaden, andere auf Glaselemente. Alle Pläne sehen diverse Nutzungen für die Halle vor. Dazu gehören unter anderem Räume für einen Mütter- und einen Seniorentreff, ein Indoorspielplatz, eine Cafeteria, ein Computerraum und ein großer Veranstaltungssaal.

Alle diese Ideen sollen in die zukünftigen Planungen für die Halle einfließen. Bis zur nächsten Bauausschusssitzung sollen die drei Trittauer Fraktionen in der Gemeindevertretung jeweils einen Entwurf bestimmen, der ihnen am besten gefällt. "Der Urheber bekommt dann eine Prämie von rund 200 Euro", sagt Bürgermeister Nussel. Ob einer der Entwürfe und welcher tatsächlich realisiert wird, ist jedoch noch völlig offen. "Es kommt natürlich auch darauf an, wie hoch die Kosten sein würden", so Fachdienstleiter Tenzer. Die Studenten hatten bezüglich der Baukosten keine Vorgaben. Bürgermeister Nussel kann sich vorstellen, zukünftig weiter mit ihnen zusammenzuarbeiten: "Wir wollen das Potenzial von Hochschulen nutzen."

( (cit) )

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