Busunternehmen und Gewerkschaft legen Tarifstreit bei

Kommission akzeptiert Kompromiss. Busfahrer bekommen ab April mehr Geld

Stormarn. Der Tarifkonflikt zwischen dem Omnibus Verband Nord (OVN) und der Gewerkschaft Ver.di ist beendet. Die Parteien einigten sich am Dienstag nach monatelangem Streit auf einen Kompromiss.

Die Gewerkschaft, die einen einheitlichen Tarifvertrag für Busfahrer in Schleswig-Holstein gefordert hatte, rief während des vergangenen halben Jahres immer wieder zu Warnstreiks auf. Auf Forderung der Arbeitgeberseite hin wurden daraufhin kurz vor Weihnachten zwei Mediatoren eingesetzt.

Die Tarifkommission habe nun mehrheitlich beschlossen, das Ergebnis dieser Mediation anzunehmen, sagte der Verhandlungsführer von Ver.di Nord, Gerhard Mette. Dies sieht vor, dass alle Busfahrer im Linienverkehr sowie die gewerblichen Arbeitnehmer im Werkstattbereich ab April 90 Euro mehr pro Monat bekommen. Rückwirkend erhalten alle Busfahrer für den Zeitraum von Juli bis Dezember eine Einmalzahlung von 135 Euro. Zudem wird es künftig nur noch eine Tariftabelle geben. Der Tarifvertrag gilt rückwirkend von Juli 2012 bis Ende 2013.

Dieser Kompromiss sei "gerade noch akzeptabel", sagte Mette. Alexander Möller, Geschäftsführer von Autokraft, sagte, die Warnstreiks hätten das Unternehmen wirtschaftlich sehr belastet. Der Tarifvertrag sei für beide Seiten "eine harte Nuss", aber auch "ein echter Kompromiss".