"Das Geld ist falsch verteilt"

Gewerkschaft kritisiert in der Oldesloer Fußgängerzone während der Aktionswoche "Umfairteilen" die Schere zwischen Arm und Reich

Bad Oldesloe. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) will im Bezirk Südholstein im Zusammenhang mit der Aktionswoche "Umfairteilen" morgen mit Passanten in Bad Oldesloe über die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich diskutieren. Um auf das Thema aufmerksam zu machen und die Diskussion in Gang zu setzen, werden von 10 bis 12 Uhr in der Oldesloer Fußgängerzone Flugblätter mit der Aufschrift "Geld ist genug da" verteilt.

Die Gewerkschaft - und mit ihr ein breites Bündnis aus Sozial- und Migrantenverbänden - fordert eine gerechtere Verteilung des Geldes, ordentliche Entgelte für Arbeitnehmer, einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn und gleiche Arbeits- und Einkommensbedingungen für zeitlich befristete Leiharbeit im Vergleich zu dauerhaft angestellten Mitarbeitern.. Auch Attac, der Sozialverband Deutschland (SoVD), der Deutsche Paritätische Gesamtverband, die Naturfreunde, die Initiative Vermögender für eine Vermögensabgabe und viele andere Unterstützer gehören zur Initiative.

"In unserer Gesellschaft ist genug Geld vorhanden, es ist nur falsch verteilt", sagt Sabine-Almut Auerbach, Ver.di-Geschäftsführerin für den Bezirk Südholstein. Millionenfache Steuergeschenke hätten die Reichen noch reicher gemacht, während bei den Beschäftigten immer mehr gespart worden sei. Die Folge sei, dass für viele Menschen das Einkommen aus ihrer regulären Tätigkeit nicht mehr zum Leben reiche. Die Kommunen müssten dann das fehlende Geld aufbringen, was zu weiteren Verschuldungen der Gemeinden führte.

Die Finanznot der Kommunen habe auch Auswirkungen auf andere Bereiche. Es fehle das Geld für den Ausbau der Kindertagesstätten, für die Beseitigung von Schlaglöchern in den Straßen, für die Instandsetzung von Schulen und für viele andere staatliche Aufgaben mehr.

( (M.T.) )

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