Nach dem Gutachten hätte der Tod des Patienten durch bessere Kommunikation zwischen Chefarzt und Team verhindert werden können.

Lübeck. Im Prozess um einen tödlichen Fehler bei einer Lungenoperation hat am Donnerstag ein Sachverständiger zur Todesursache des Patienten ausgesagt. Der 69-Jährige sei erstickt, nicht verblutet, sagte der Experte. In dem Prozess vor dem Lübecker Landgericht muss sich ein heute 63 Jahre alter Chirurg verantworten, weil er bei einer Operation vor viereinhalb Jahren in einem Krankenhaus in Großhansdorf (Kreis Stormarn) aus Versehen den falschen Hauptbronchus des Patienten durchtrennt hatte. Ihm wird fahrlässige Tötung vorgeworfen.