Jugendliche lernen, über rechte Gefahr zu informieren

In Bargteheide bietet das Antirassistische Bündnis eine Fortbildung an

Bargteheide. Dass mit einem Mal Scheiben eingeworfen werden und Neonazis durch die Straßen ziehen: Bargteheide hat es erlebt - und als Reaktion das Antirassistische Bündnis Stormarn (arabues) gegründet. Das bietet jetzt eine Fortbildung für Jugendliche an, die als Multiplikatoren wirken und in Schulen, Jugendtreffs und Bildungseinrichtungen über die Gefahr von rechts informieren wollen. Das Seminar beginnt am 17. Juni um 18 Uhr und endet am 19. Juni, gegen 16 Uhr. Die Teilnehmer treffen sich im Haus des Bargteheider Pfadfinderstamms "Geisterburg". Die Gebühr, inklusive Verpflegung, beträgt zehn Euro.

Am Ende der Fortbildung werden die Teilnehmer in der Lage sein, einen Projekttag zum Thema Rechtsradikalismus zu planen und eigenständig durchzuführen. Luise Welker und Jean Philipp Almstedt, Gründungsmitglieder des Antirassistischen Bündnisses, haben das Seminar in Lüneburg besucht, das der Verein Sozo dort angeboten hatte. "Wir haben den Ablauf eines solchen Projekttages nachgestellt. Es ging um Vorurteile. Es ging um die Fragen, was ist eigentlich Rassismus und was sind Nazis. Das Seminar war grundlegend und praxisorientiert", sagt Philipp Almstedt. Am Ende erhalten die Teilnehmer einen dicken Ordner mit Material.

Das Antirassistische Bündnis hat den Verein Sozo nun nach Bargteheide eingeladen. Jugendliche können das Anmeldeformular auf der Website von arabues herunterladen und dann per E-Mail oder auch per Post an Doris Volland, Ulmenweg 24, in 22941 Bargteheide schicken.

www.arabues.de