Leserbriefe an die Redaktion

Die Lehrer sollen es richten

"Reparaturbetrieb Bildungswesen"

Stormarns Schulrätin über verhaltensauffällige Kinder, überforderte Eltern und gestresste Lehrer.

Danke für diese ausführliche Darstellung der Schulwirklichkeit. Und wer soll mal wieder reparieren? Natürlich die Lehrer. Dafür sollen sie lernen - sie sind ja so dumm und können nichts. Das hat ihnen das Land ja durch die Übernahme in den Schuldienst und ins Beamtenverhältnis in diversen Prüfungen bestätigt.

Dafür ist die ungeheure Summe von 8000 Euro wirklich gut angelegt. Eltern hingegen sind schon mit einem oder zwei Kindern hoffnungslos überfordert. Dafür wissen sie oft besser, wie man mit einer Schulklasse mit 30 Kindern richtig umgeht. Die Kassen der Schulträger und des Landes sind immer leer, so wird uns gesagt, und darum müssen im normalen Unterricht immer mehr sehr unterschiedliche Kinder in weniger Klassen individuell betreut werden. Wer dazu nicht in der Lage ist, ist eben unfähig. Dazu noch die sogenannte Schulreform, ein gigantisches Sparprogramm. Kleine Klassen mit nicht mehr als 15 Schülern wären wirklich eine Hilfe für unsere Kinder. Da kann jeder Lehrer eine gute Lernatmosphäre schaffen - auch ohne Weiterbildung. Aber: Die Kassen sind ja leer. Darum wird alles so weitergehen, und nur ein kleiner Teil der Schüler wird, wenn sich die Eltern kümmern, das Recht auf Bildung verwirklichen können.

Helga Oostendorp, per E-Mail

Richter Schill lässt grüßen

"Wir brauchen mehr Härte"

Ex-Generalstaatsanwalt Erhard Rex fordert konsequenteres Durchgreifen bei jugendlichen Intensivtätern.

Da kommen doch sofort Erinnerungen an einen Richter "gnadenlos" Ronald Barnabas Schill auf. Der benötigte auch keine strafverschärfenden Gesetze - man muss sie nur voll zeitnah ausschöpfen. Das passiert aber wohl nur, wenn ein Mitglied der Regierung oder der Justiz direkt oder indirekt betroffen ist.

Dieter Schlenz, Oststeinbek

Telekom ist besser als ihr Ruf

"Vom Internet abgetrennt"

Die Burmeisters aus Lasbek kamen plötzlich nicht mehr ins Netz. Telekom behob den Fehler erst nach 23 Tagen.

Vor etwa zwei Jahren bin ich zur Telekom zurückgekehrt. Im Unterschied zu Ihrer Leserin aus Lasbek kann ich nur Positives über den Kundendienst der Telekom berichten. Störungen wurden bislang immer zeitnah und kompetent behoben. Kürzlich musste ich eine Störung melden, die recht umständlich zu lokalisieren war. Auch in diesem Fall fühlte ich mich bei der Telekom gut aufgehoben und betreut. Zudem ist die Hotline gebührenfrei, und es gibt keine langen Warteschleifen.

Claudia Walenda, Sandesneben

Danke, Herr Dibbern!

"Bargteheide läst Biogas-Pläne platzen"

Firma Dibbern droht mit Abwanderung und löst Kehrtwende bei der SPD aus.

Bravo, nun wird die Biogasanlage (vorläufig) nicht gebaut. Biogasanlagen, E-10-Kraftstoff, Elektroautos und ähnliches mehr sind nur Augenwischerei, wenn es um die Umwelt geht. Die Belastungen werden nur verlagert. Es werden große Maisanbauflächen "verbaut", welche nicht mehr für den Nahrungsanbau zur Verfügung stehen. Wildschweine werden sich vermehren, die Wälder werden zerstört, der Schwerlastverkehr wird extrem zunehmen.

Wir sollten Herrn Dibbern dankbar sein, dass er die Möglichkeit der vorläufigen Verhinderung genutzt hat, wenn auch aus anderen Gründen. Elektroautos werden auch dann erst umweltfreundlich, wenn sie direkt an den Windkraft- beziehungsweise Photovoltaikanlagen "aufgetankt" werden können.

Joachim Rühmeier, Bargteheide

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