Nachtexpress-Firma baut für sechs Millionen Euro in Glinde

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TNT Innight legt die Standorte Hamburg und Reinbek zusammen

Glinde. Der Standort Glinde hat den Nachtexpress-Zusteller TNT Innight überzeugt. Das Unternehmen baut eine neue Niederlassung an der Wilhelm-Bergner-Straße im Glinder Gewerbegebiet. Im Sommer soll das Gebäude fertig gestellt sein. Mit 1000 Quadratmeter Bürofläche und 4500 Quadratmeter Hallenfläche bereitet sich das Unternehmen auf die geplante Ausweitung des Geschäfts vor. Die bestehenden Filialen in Reinbek und Hamburg werden aufgelöst.

Die Verkehrsbelastung ist laut einem Gutachten unproblematisch

"Alle Mitarbeiter werden mit nach Glinde kommen", sagt Heike Steinmetz, Sprecherin des Unternehmens, das bereits eine kleinere Filiale in Glinde hat. Die Zusammenführung der Mitarbeiter im Raum Hamburg an einem Standort sei auch ein wichtiger Grund für die Zentralisierung gewesen. Wie viele Mitarbeiter der Glinder Standort in Zukunft haben wird, wollte sie jedoch nicht sagen.

"Die neue Niederlassung wird zu den größten Standorten in unserem Netzwerk zählen", sagt Niederlassungsleiter Robin Dörrie. Die Erweiterung in Glinde sei mit Blick auf weiteres Wachstum des Unternehmens erfolgt. TNT Innight beschäftigt knapp 1000 Mitarbeiter in 23 deutschen Filialen und hat weitere 68 Niederlassungen in Europa.

Das Unternehmen hat sich auf schnelle Zustellungen über Nacht spezialisiert. Vor allem abends und nachts werden deshalb zahlreiche Lkw die mehr als 100 Tore der neuen Glinder Halle ansteuern. Bundesweit hat TNT Innight 1600 Fahrzeuge in Betrieb. Die Verkehrsbelastung sei durch ein Gutachten als unproblematisch eingestuft worden, sagt Bürgermeister Rainhard Zug. "Zu bestimmten Nachtzeiten wird es mehr Verkehr geben, der aber nicht über das Stadtgebiet fließt, sondern über die K 80 in Richtung Autobahn."

Der Bürgermeister freut sich über die Entscheidung des Unternehmens, ihr Geschäft in Glinde zu zentralisieren. "So ein großes Logistikzentrum bringt Arbeitsplätze und somit auch Neubürger", sagt Zug. Inwiefern sich die Vergrößerung der Filiale auf die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt auswirken werde, könne er noch nicht absehen.

Das Gebäude wird von der Münchner Dibag Industriebau AG gebaut. Die Firma investiert sechs Millionen Euro in den Neubau, der anschließend an TNT Innight vermietet wird.

Im Herbst soll die neue Halle in Betrieb gehen

Beim Bau wird Wert auf eine CO2 sparende Energieversorgung gelegt. So wird der Bürobereich mit Erdwärme geheizt. Außerdem soll im Betrieb wenig Energie und Wasser verbraucht und Abfall vermieden werden. Im dritten Quartal 2011 soll die neue Halle in Betrieb gehen. Michael Kramer, Regionalleiter Nord der Dibag, sagt: "Wir gehen von einer planmäßigen Fertigstellung aus."

( (let) )

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