Stormarn

Ahrensburg muss für Bahnhof 52 000 Euro nachzahlen

Die Nachbesserungen am Bahnhof Gartenholz haben Mehrkosten in Höhe von 210 000 Euro verursacht.

Ahrensburg. Damit erhöhen sich die Gesamtkosten für die Haltestelle, an der ab Mitte Dezember Regionalzüge auf der Strecke Hamburg-Lübeck Station machen, auf mehr als 8,4 Millionen Euro. Seit Ende Mai sind die Bauarbeiten am Gartenholz-Bahnhof abgeschlossen, doch die Inbetriebnahme verzögerte sich laufend. Das Eisenbahnbundesamt (EBA), zuständig für die Betriebsgenehmigung, stellte Mängel fest und kritisierte unvollständige Unterlagen. Der Bahnhof ist der bundesweit erste, der nach EU-Richtlinien in Betrieb genommen wird. Dafür zahlt die Stadt, die den Bau von der Bahn AG im Mai 2009 übernommen hatte, nun Lehrgeld.

"Die Mehrkosten sind vor allem durch die Nachweise, die das EBA hinsichtlich der EU-Richtlinien von uns forderte, entstanden", sagt Birgit Reuter, Sprecherin der Stadt Ahrensburg. Auch die Menge der Erdmassen, die bewegt werden mussten, habe sich erhöht und weitere Kosten verursacht. 75 Prozent dieser Kosten werden aus Landesmitteln bestritten, die der Stadt laut Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz zustehen. Die restlichen 52 000 Euro gehen zu Lasten der Stadt. Zum Fahrplanwechsel der Bahn am 12. Dezember hält der erste Zug, aus Bad Oldesloe kommend, um 0.52 Uhr am Gartenholz. Ein Jahr später als geplant. Im Stundentakt geht es dann gen Hamburg-Hauptbahnhof, werktags zur Hauptverkehrszeit auch alle halbe Stunde.