Stormarn

Ein Wikinger macht den Glinder Kunsthandwerkerfreunden Feuer

Erlesenes und Schmückendes, von einer Vielzahl an Ausstellern liebevoll präsentiert: Der Kunsthandwerkermarkt "Glinde Kreativ" in Rathaus und Marcellin-Verbe-Haus ist auch im 17. Jahr seinem Anspruch treu geblieben.

Glinde. Und die Besucher wissen das zu schätzen. Schon am ersten Tag besuchten mehr als 1200 Menschen die Messe, auf der es dekorative und sogar frostfeste Keramik für Haus und Garten, Malereien von Acryl bis Öl und ein großes Angebot an Werkstücken aus Alpaka, Seide, Filz, Leder, Holz, Ton, Glas, Edelmetallen oder Zinn zu bestaunen und zu erwerben gab.

Ein Hingucker waren zum Beispiel die zarten Märchenbilder und Figuren aus pflanzengefärbter Schafwolle von Manuela Urban-Lehmann, die im vergangenen Jahr den Preis für den schönsten Stand gewonnen hatte. Ein Uhrenmacher und ein Holzschnitzer ließen sich bei der Arbeit sogar über die Schulter gucken. Zum ausgewogenen Mix der Aussteller, die aus ganz Norddeutschland, aus Niedersachsen, Berlin und sogar Westfalen gekommen waren und um deren Auswahl sich Organisator Germo Lindemann jedes Jahr neu bemüht, gehörte auch, dass rund ein Viertel erstmals in Glinde war.

Zu ihnen gehörte eine Neumünsteraner Künstlerin, die vergoldete Pflanzen und Babyschuhe zeigte, oder Otto Siebken aus Schleswig mit seinen urigen "Wikinger"-Schatztruhen aus Holz, Kleiderbügeln aus Ästen und "Feuerschlägern" aus Hörnern, Knochen und Zähnen - stilecht präsentiert in einem nachgebauten Wikingerschiff. Mit dem Maler Johannes Gersiek war auch ein Neu-Glinder zum ersten Mal auf der Glinde Kreativ.

Wie in den vergangenen Jahren wurde die Schau von einem verkaufsoffenen Sonntag begleitet. Für zusätzliche Unterhaltung sorgte ein Musikprogramm im Festsaal des Marcellin-Verbe-Hauses mit jungen Gesangstalenten der Musikschule Glinde, den Vocals und dem Oldiechor.