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Der dickste Kürbis wiegt 666 Kilo

Kürbisse kennt ihr. Ihr stellt sie im Herbst vor eure Haustür oder esst die Suppe, die aus ihm gemacht wird.

Aber Kürbis ist nicht gleich Kürbis. Er kann riesengroß oder winzig klein sein, er ist fett, dünn, manchmal leicht eckig, flach, weiß, gelb oder orange. Und jetzt im Herbst hat er wieder Saison, der Kürbis, dieses besondere Gewächs..

Dass wir ihn überhaupt kennen, verdanken wir Christoph Kolumbus. Das ist der spanische Seefahrer, der im Jahr 1492 Amerika entdeckt hat. Als Kolumbus mit seinen Schiffen in Kuba vor Anker ging, zeigten ihm Eingeborene einen Kürbis, der so aussah wie der, den ihr heute kennt: einen Gartenkürbis. Kolumbus nahm ihn mit und gab ihn auch seinen Seeleuten zum Essen.

Bewährt hat sich der Kürbis auch in den heutigen USA. Als die ersten europäischen Siedler nach Nordamerika kamen, schenkten ihnen die Indianer was? Genau: Kürbisse. Die Siedler pflanzten den Kürbis bald selbst an, das robuste Gewächs bewahrte sie vor Hunger. Bis heute feiern die Amerikaner Thanksgiving, einen Feiertag, an dem die Familien traditionell nicht nur Truthahn essen, sondern auch Kürbiskuchen.

Alles in allem werden rund 300 Kürbissorten angebaut. Der schwerste Kürbis kommt aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania und wiegt 666 Kilogramm. Die mickrigste Sorte passt in jedes Portemonnaie: Sie ist so klein wie ein Ein-Euro-Stück.

Und fast alles am Kürbis lässt sich verwenden, die Schale als Dekoration im Herbst, das Fleisch für die leckersten Rezepte: Kürbispüree, Kürbisgulasch, Kürbis im Ofen gebacken, Kürbisreis, Kürbiskompott. Am Mittelmeer ist es üblich, geröstete Kürbiskerne zu knabbern. In Österreich gibt es einen speziellen Ölkürbis, aus dem Kürbiskernöl gewonnen wird - für viele Menschen eine Delikatesse.

Auf Seite 3 lest ihr heute über Kürbisse, die gleich bei euch um die Ecke wachsen: Wir haben eine Frau aus Siek auf ihrem Kürbisfeld besucht.