Stormarn

Leserbriefe an die Redaktion

Keinen Aufstand provozieren

"Düsenlärm in der Einschlafphase"

Abendliche Landeanflüge über Stormarn nerven Ahrensburger. Immer mehr Jets steuern Fuhlsbüttel in der Zeit zwischen 22 Uhr und Mitternacht an.

Die Ausführungen über den Düsenlärm sind für mich und meine Familie als Bewohner eines Einfamilienhauses am Reesenbüttler Redder in nächster Nähe des Buchenweges völlig unverständlich. Warum will Herr Schwartz in unserem technischen Zeitalter wegen des Überfliegens unserer Grundstücke einen solchen Aufstand provozieren? Ich kenne bei uns keinen beeinträchtigenden Düsenflugzeuglärm. Wir sind da wohl weniger sensibel für die auf dem Landeanflug nach Fuhlsbüttel befindlichen Flugzeuge, die auch mein Grundstück überfliegen. Und so oft geschieht das hier in Ahrensburg-Reesenbüttel und Ammersbek-Daheim wirklich nicht. Leider kann ich der Grafik über das Flugzeugaufkommen keinen Glauben schenken. Es mag ja sein, dass während der Schulferienzeit der Flugverkehr am Tage etwas dichter war. Aufgeweckt wurden wir aber nachts noch nie von Flugzeugen. Und wir wohnen seit über 40 Jahren hier. Für uns ist dagegen der Lärm des immer mehr anwachsenden Auto- und Lastwagen-Verkehrs im Reesenbüttler Redder, wozu die neu zugezogenen Bewohner im Buchenweg auch ihren Teil beigetragen haben, viel störender.

Dipl.-Ing. Hermann Eigebrecht, per E-Mail

Bürger vor Lärm schützen

Es sind nicht nur die Nacht-Flieger, die nerven, sondern überhaupt die Zunahme der Flugbewegungen und vor allem die enorm niedrige Flughöhe, die eine untragbare Lärmbelästigung über Südstormarn bewirken. Wenn der Lärmschutzbeauftragte der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung Hans-Heinrich Wendland etwas anderes behauptet, so irrt er gewaltig und hat sich das Fluggeschehen hier draußen noch nie in der Praxis angesehen. Die Flugzeuge fliegen in Südstormarn, besonders in der Siedlung Schäferdresch/Rehagen in Ammersbek und in der Region Timmerhorner Teiche, so niedrig, dass man meinen könnte, dass sie sich bereits im Endanflug befinden. Gelegentlich sind sogar schon die Fahrwerke ausgefahren. Es gibt aber sehr wohl Unterschiede, was den Anflugkurs und den "empfundenen" Lärm der verschiedenen Flugzeuge betrifft. Einige, leider nur sehr wenige, fliegen drum herum, die meisten aber über die Siedlung. Einige Flugzeugtypen erzeugen einen satten Brummton, welcher weniger störend wirkt, andere zeichnen sich durch einen sehr schrillen, hohen Lärmpegel aus, welcher sehr stört. Das Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm berücksichtigt leider nur den Schallpegel in dB, nicht aber die Schallfrequenz. Was meines Erachtens ein Fehler ist. Hier ist die Politik gefordert, entsprechende Regelungen und Gesetze zu entwickeln, die den Bürger vor Lärmbelästigungen durch Flugzeuge schützt.

Horst Kasparek, Ammersbek

Das ist wenig professionell

"Reinbeker CDU-Fraktion legt Flutlicht-Streit bei"

Nach Abstimmungsdesaster wegen fehlender Absprachen gab es Ärger.

Nicht fristgerecht Zeit für politische Entscheidungen zu finden, spricht nur bedingt für ein professionelles Management einer Partei. Das gilt auch für Feierabendparlamente. Immerhin wird ja sonst gern von der Verantwortung für das Gemeinwesen, und damit für die Menschen, gesprochen. Es spricht aber für Professionalität, ja sogar Seriosität, wenn Mehrausgaben gegen Einsparungen im Haushalt finanziert werden; besonders in Reinbek und im Angesicht der chronisch dahin siechenden Finanzen. Der Witz: Herr Lohmann sprach von prognostizierten Mehreinnahmen. "Ach, Augenblick, verweile doch, Du bist so schön!" Das möchte ich angesichts solcher rhetorischer Schleiertänze ausrufen. Wieder die alten Methoden. Es wirft ein weiteres bezeichnendes Licht auf die Reinbeker CDU, wenn im Fraktionsvorstand nicht eine einzige Frau vorhanden ist.

Otto Lüdemann, Reinbek

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