Stormarn

Ahrensburg spricht mit Land über die Nordtangente

Ahrensburg. Die Stadt Ahrensburg verfolgt das Bauvorhaben Nordtangente weiter. Dazu will die Verwaltung Ende Juli Gespräche mit dem Verkehrsministerium in Kiel führen, um das Projekt doch noch realisieren zu können und einen Beschluss der Stadtverordneten vom 23. Mai 2011 umzusetzen, nach dem ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden soll. Sieben der neun Mitglieder des Bauausschusses stimmten bei ihrer Sitzung nun einem entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion zu. Doch musste der Wortlaut zunächst geändert werden, bevor der Ausschussvorsitzende Jörg Hansen (Grüne) darüber abstimmen ließ. Er hatte gegenüber der ursprünglichen Formulierung rechtliche Bedenken. Kern des dann beschlossenen Antrags: Die Verwaltung soll mit dem Verkehrsministerium über die Trägerschaft und die Trassenführung einer möglichen Umgehungsstraße sprechen.

Zuletzt lag das Vorhaben auf Eis. Grund: Die Stadtverordneten hatten einem für das Vorhaben notwendigen Gebietstausch mit Delingsdorf nicht zugestimmt. "Dadurch war ein Vakuum entstanden", erläuterte Ulrich Kewersun vom Ahrensburger Bauamt während der Sitzung. Die Verwaltung habe sich daraufhin bei Delingsdorf versichern lassen, dass die Zustimmung der Gemeindevertreter zu dem Gebietstausch weiter Bestand hat. Zudem hat laut Kewersun ein Artikel des Abendblatts vom 1. Juni über einen Antrag zur Trägerschaft für das Projekt die Verwaltung veranlasst, Kontakt zum Wirtschafts- und Verkehrsministerium von Schleswig-Holstein aufzunehmen.

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