Stormarn

Leserbriefe

Kaufleute gefordert

Zum Bericht "Sorge um Reinbeks Innenstadt: Bürgermeister für City-Allianz"

Der Betreiber des Telefonladens im CCR bringt es auf den Punkt: "Drinnen wie draußen ist die Innenstadt von Reinbek tot." Und dann kommt die Begründung: "Aber die Stadt kommt nicht in die Hufe." Das ist nicht das wirkliche Übel. Das sind die Geschäftsleute, die sich beklagen, aber selber nicht in die Hufe kommen, um mit einem selber erarbeiteten Konzept an die Stadt zur Änderung dieses Zustandes heranzutreten. Muss denn immer das Rathaus den Anstoß geben? Die Kaufleute aus der Innenstadt und dem CCR wären doch aufgefordert, einen Verein oder eine Verbindung zu schaffen mit dem Ziel, die Innenstadt zu beleben. Erst wenn sich dieser Verein gebildet hat, kann auch die Stadt bezüglich Parkraumschaffung und Verkehrsführung eingeschaltet werden.

Gotthard Kalkbrenner, Reinbek

Ein Magnet fehlt

Ein leidiges Thema, das nicht im Sinne von "Hacke, Spitze, eins, zwei, drei" angepackt werden darf, sondern mittel- und langfristig. Es ist in der Vergangenheit viel zu viel gemurkst, vermasselt und tatenlos dem Verfall des CCR zugesehen worden. Reinbek hat als Folge seiner Zersiedelung kein echtes Zentrum. Ob man es künstlich herstellen kann, bleibt die Frage.

Reinbek ist eine hübsch gelegene Schlafstadt. Zum Einkaufen fährt man nach Bergedorf, Billstedt, in die Hamburger City und - besonders für die kleinen Dinge - nach Schönningstedt oder auch Reinbek-Mitte. Mit ein bisschen Wochenmarkt hier, ein bisschen Action dort ist es nicht getan. Es fehlt im Sorgenkind CCR ein Magnet, zum Beispiel McDonalds, ein spezialisiertes Warenhaus (Kiki, Takko) oder Ähnliches. Es fehlt seit Jahrzehnten am Engagement der Stadt (siehe auch Stadtbücherei), aber nur bedingt am Finanziellen. Reinbek verwaltet sich hervorragend. Jedoch Eigeninitiative und Kreativität? Ein bisschen Schloss hier, ein bisschen Hochzeitsmesse da. Dazu das Museum Rade, Ausstellungen, Aufführungen. Kooperationen mit Glinde, Oststeinbek oder Barsbüttel? Nö, jedem Dorf seine eigene Milchkanne. Was der Bürgermeister sagt, ist richtig. Der Appell an den Gemeinsinn der Geschäftsleute und der Bürger setzt viel Vertrauen voraus.

Hans-Otto Lüdemann, Reinbek

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