Stormarn
Meine Firma: Esylux in Ahrensburg

Die Hightech-Ideen aus Ahrensburg kommen weltweit gut an

In unserer Serie stellen wir Unternehmen aus Stormarn vor. Was ist das Besondere? Wie denken die Mitarbeiter?

Vor der Zukunft habe ich keine Angst", sagt Peter Kremser, Geschäftsführer der Ahrensburger Firma Esylux, "weil nämlich nicht die Großen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen fressen." Vor 41 Jahren begann der heute 68-Jährige, sich sein Unternehmen aufzubauen. Zunächst als Vertragshändler, und seit 2005 entwickeln seine Mitarbeiter und er unter der Marke Esylux auch eigene Produkte wie Bewegungs- und Präsenzmelder, Energiesparleuchten und Rauchmelder.

"Unsere Produktpalette umfasst die Bereiche Sicherheit, Komfort und Energieersparnis", sagt Kremser, der rund 250 Mitarbeiter beschäftigt. Jedes Jahr wächst das Unternehmen weiter. "Je teurer die Energie wird, desto mehr verkaufen wir", so der Unternehmer. Allein in Ahrensburg will er im nächsten Jahr 16 neue Mitarbeiter einstellen.

Auch wenn mit Sven Bär sein Nachfolger bereits feststeht, denkt der Geschäftsmann noch nicht ans Aufhören. "Ich möchte auf jeden Fall noch mein 50-jähriges Firmenjubiläum feiern", sagt er. Er könne sich auch gar nicht vorstellen, nur zu Hause zu sein. "Jetzt wird es durch unsere Auslandsgeschäfte doch erst spannend", sagt er. 2006 entstanden die ersten Auslandsgesellschaften. Inzwischen gibt es Niederlassungen in sieben Ländern. Und weitere Standorte sind bereits geplant: Im kommenden Jahr soll Esylux auch mit eigenen Niederlassungen in Finnland und Frankreich vertreten sein.

"Oft ist es nötig, Aufklärungsarbeit zu betreiben, weil unsere Produkte etwas völlig Neues sind", sagt Kremser. So müsse beispielsweise der Markt für Präsenzmelder erst entwickelt und Installationsgewohnheiten bei Handwerkern und Planern geändert werden.

Seit 1978 bildet die Firma Bürokaufleute, Groß- und Außenhandelskaufleute und Werbekaufleute aus. Jedes Jahr fangen vier bis sechs neue Lehrlinge an. "Wir haben bis jetzt jeden, der unseren Qualitätsanforderungen entsprochen hat, übernommen", sagt der Geschäftsmann.

Auch Thorsten Pietruck hat bei Peter Kremser gelernt. "Ich habe meine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann noch am alten Standort in Hamburg-Volksdorf gemacht", sagt der 44-Jährige, der bereits 27 Jahre für das Unternehmen arbeitet. Nach der Lehre wurde er für drei Monate nach England geschickt, um seine Sprachkenntnisse zu verbessern. Seitdem arbeitet Pietruck als Disponent. Er sagt: "Heute ist Englisch für mich fast Amtssprache."

Fast 15 Jahre lang ist Lagerist Oliver Staats jetzt schon für Peter Kremser tätig. "Ich fühle mich hier sauwohl", sagt der 45-Jährige. Eine seiner Aufgaben ist es, die Produkte an die Großhändler zu liefern. Die Fahrten führen ihn nach Hamburg, Hannover, Oldenburg und Flensburg. Aber auch für die Warenannahme und -ausgabe, das Hereinholen der Post, das Kommissionieren und das Fertigmachen der Touren ist der 45-Jährige zuständig. "Es gibt jeden Tag etwas Neues", sagt Oliver Staats, dem an seiner Arbeit besonders gefällt, dass "immer ein bisschen Action ist". Auch der körperliche Einsatz macht ihm Spaß: "Ich brauche kein Fitnesstraining mehr."

Heiko Zota ist einer derjenigen, der für die Entwicklung der Esylux-Produkte zuständig ist. Er arbeitet in der Hard- und Softwareentwicklung, die im vor zwei Jahren dazugekauften Nachbargebäude untergebracht ist. "Ich setze Ideen um", sagt der Ahrensburger, der seit 2007 bei Esylux ist.

Zusammen mit seinen Kollegen entwickelt er Prototypen und die dazugehörigen Prüfgeräte. Er sagt: "Kein Gerät passt auf Anhieb." Wenn alles funktioniert, gehen Prototypen und Prüfgeräte schließlich zum Fertiger, der das Produkt dann serienmäßig herstellt. "Wir versuchen, immer etwas Besonderes zu entwickeln", sagt Zota, der diese Herausforderung liebt. An Esylux gefällt dem 40-Jährigen besonders, dass das Unternehmen immer noch im Familienbesitz ist und nicht an einem großen Konzern hängt. "Man identifiziert sich anders, weil alles viel familiärer ist", sagt Heiko Zota. "Und hinter dem Unternehmen steht mit Peter Kremser ein Mann, den man immer ansprechen kann und der einen persönlich kennt."