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Supermarkt in Reinfeld: Schüler löchern Politiker

Warum wollen Sie ausgerechnet auf unserem Schulhof einen Supermarkt bauen?" Mit diesen und vielen anderen Fragen konfrontierten die Grundschüler der Matthias-Claudius-Schule den Reinfelder Bürgermeister Gerhard Horn und die Vorsitzende des Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsausschusses, Gabriele Huhn (CDU).

"Wir wollen dadurch die Innenstadt interessanter gestalten", antwortet Horn. Und: "Es ist gar nicht euer Schulhof. Es ist wie mit Spielzeug, das ihr euch von einem Freund geliehen habt. Irgendwann müsst ihr es zurückgeben." So müssten eben die Schüler rund ein Drittel ihres Schulhofes an die Stadt zurückgeben.

Das Problem ist jedoch, dass dort zwei kleine, eingezäunte Fußballfelder gebaut wurden. "Wir wollen unseren Käfig behalten", sagt die zehnjährige Luca. Horn: "Ihr bekommt neben eurer Turnhalle eine zusätzliche Schulhoffläche. Damit wäre der Schulhof größer als jetzt. Dort könnten die Fußballfelder neu aufgebaut werden."

Die Schüler wollen wissen, wer die Verlegung bezahlen soll. "Das sind Kosten, die der Investor übernehmen muss, der den Discounter baut", antwortet Gabriele Huhn. Die CDU-Politikerin und der Bürgermeister erklärten den Kindern, dass das gesamte Projekt noch in der Planung sei, dass also noch nicht feststehe, ob am Marktplatz tatsächlich ein Discounter gebaut werde. Heute wollen die Stadtverordneten über den Aufstellungsbeschluss für den B-Plan beraten.

Horn: "Vielleicht finden wir in der Innenstadt noch eine andere Fläche, weil ein Eigentümer sein Grundstück verkauft. Bisher war dies leider nicht der Fall. Fest steht, dass unsere Innenstadt einen Supermarkt braucht."